Börse Schweiz

Der Ver­si­che­rer kün­digt ei­nen Ak­ti­en­rück­kauf an. Die SMI-Schwer­ge­wich­te avan­cie­ren.

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEITE - DO­MI­NI­QUE HU­BER

Die Schwei­zer Börse hat in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te Bo­den gut­ge­macht. Der Swiss Mar­ket In­dex (SMI) avan­cier­te 2,2% im Wo­chen­ver­gleich und schloss am Frei­tag auf 9037,8.

Deut­lich im Plus stan­den Swiss Life (+4,2%). Über­ra­schend kün­dig­te der Ver­si­che­rer am In­ves­to­ren­tag von Don­ners­tag an, bis De­zem­ber 2019 Ak­ti­en im Vo­lu­men von rund ei­ner Mil­li­on Fran­ken zu­rück­kau­fen zu wol­len. Zu­dem prä­sen­tier­te das Un­ter­neh­men am­bi­tiö­se ope­ra­ti­ve Zie­le. Das Management zeig­te sich gleich­wohl zu­ver­sicht­lich, die­se er­rei­chen zu kön­nen (vgl. Sei­te 10).

Die üb­ri­gen Ti­tel im Seg­ment klet­ter­ten mo­de­ra­ter. Zu­rich In­suran­ce und Ba­loi­se leg­ten 2,5 re­spek­ti­ve 1,8% zu. Bei Vau­doi­se (–0,8%) wird Frédé­ric Trai­mond ab dem 1. Ja­nu­ar 2019 Mit­glied der Ge­schäfts­lei­tung.

La­far­geHol­cim sin­ken

Am In­ves­to­ren­tag für kei­ne Über­ra­schun­gen ge­sorgt hat La­far­geHol­cim (+0,1%). Der Ze­ment­her­stel­ler be­stä­tig­te so­wohl den Aus­blick für das lau­fen­de Ge­schäfts­jahr als auch die mit­tel­fris­ti­gen Zie­le (vgl. Sei­te 9).

Die de­fen­si­ven Schwer­ge­wich­te des SMI ka­men vor­an. Ro­che (GS, +4,2%) und No­var­tis (+3,4%) ten­dier­ten fes­ter. DieVa­lo­ren Nest­lé zo­gen 0,6% an. Be­rich­ten zu­fol­ge bleibt der Nah­rungs­mit­tel­rie­se im Bie­ter­ren­nen um das 4 Mrd. $ schwe­re In­di­en-Ge­schäft von Gla­xoS­mit­hK­li­ne hin­ter Uni­le­ver zu­rück.

Die Gross­bank­wer­te UBS (unv.) und CS Group (–0,5%) ga­ben zeit­wei­se nach. Letz­te­res Geld­haus hat Ma­drid als neu­es Fi­nanz­zen­trum nach dem Br­ex­it be­stimmt. Auch die Pri­vat­bank­ak­ti­en Ju­li­us Bär (–1,8%) ver­lo­ren Ter­rain.

Klar ge­fragt wa­ren die Ti­tel Lon­za (+6,6%). Der Spe­zia­list für Fein­che­mi­ka­li­en soll von den an­ge­kün­dig­ten Spar- und mög­li­chen De­ves­ti­ti­ons­mass­nah­men des deut­schen Bran­chen­nach­barn Bayer pro­fi­tie­ren. Die Che­mieti­tel Giv­au­dan (+1,9%) und Cla­ri­ant (–2,7%) be­weg­ten sich in un­ter­schied­li­che Rich­tun­gen.

Nach ei­nem po­si­ti­ven Ana­lys­ten­kom­men­tar wur­den KTM In­dus­tries (+10,6%) ver­stärkt ge­kauft. Die Bank Von­to­bel hat das Kurs­ziel für die Ak­ti­en von 112 auf 114 Fr. an­ge­ho­ben.

Un­ter den Blue Chips ka­men Adec­co (+2,9%), SGS (+1,8%) und ABB (+1,7%) vor­an. Küh­ne+Na­gel avan­cier­ten 1,2%. Im Ge­gen­satz da­zu stan­den die Lu­xus­gü­ter­wer­te Ri­che­mont (–0,6%) und Swatch Group (Inh., –0,9%) un­ter Druck. Ähn­lich ih­ren eu­ro­päi­schen Mit­be­wer­bern re­agier­ten die Uh­ren­her­stel­ler auf Un­si­cher­hei­ten rund um das Wachs­tum des zen­tra­len Mark­tes Chi­na.

Das Tech­no­lo­gie­seg­ment stand im Auf­wind. Lo­gi­tech und Swiss­com zo­gen 3,8 und 3,7% an. Der Netz­an­bie­ter hat ei­nen wei­te­ren Teil­sieg im Streit um die «letz­te Mei­le» er­run­gen. Die Halb­lei­ter­ti­tel AMS (+1,7%) wa­ren zwi­schen­zeit­lich stark ge­sucht.

Zur Ro­se gibt Ak­ti­en aus

Die On­line-Ver­sand­apo­the­ke Zur Ro­se (–18,9%) hat die Be­zugs­recht­s­e­mis­si­on ab­ge­schlos­sen. Die neu­en Ak­ti­en wer­den zu je 93 Fr. aus­ge­ge­ben (vgl. Sei­te 9). Die Ti­tel DKSH klet­ter­ten 2,8%. Das Di­enst­leis­tungs­un­ter­neh­men hat mit dem deut­schen Keks­her­stel­ler Bahl­sen ei­nen Ver­trag zur Vor­an­trei­bung der Ex­pan­si­on in Ma­lay­sia un­ter­zeich­net.

Ei­nen Rück­schlag er­lit­ten die Phar­mapa­pie­re Ku­ros (–11,7%) und Cos­mo (–15,4%). Ku­ros er­hielt die Zu­stim­mung der Ak­tio­nä­re für die ge­plan­te Ka­pi­tal­er­hö­hung von bis zu 20 Mio. Fr. Die Cos­mo-Ak­ti­en fie­len nach der er­folg­rei­chen Plat­zie­rung ei­ner Wan­del­an­lei­he über 175 Mio. €.

Im Ge­gen­satz da­zu haus­sier­ten Schaff­ner (+9,8%) und U-Blox (+14,2%) oh­ne Un­ter­neh­mens­neu­ig­kei­ten. Die Kurs­a­van­cen von Aryz­ta (+10,6%) schwäch­ten sich in der zwei­ten Wo­chen­hälf­te ab.

Die Ti­tel Ar­bo­nia (+6,4%) ge­wan­nen da­zu. Der Spe­zia­list für Ge­bäu­de­tech­nik plant, mit der Schlies­sung ei­nes bel­gi­schen Werks rund 80 Stel­len ab­zu­bau­en.

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