Rea­lis­mus kehrt zu­rück

An­le­ger neh­men Ge­win­ne mit nach an­geb­li­chem US-Chi­na-De­al.

Finanz und Wirtschaft - - AKTIEN AUSLAND - FRI,

Nach der Ent­span­nungs­ral­lye am Mon­tag kehr­te bei den In­ves­to­ren in Asi­en am Di­ens­tag wie­der ei­ne rea­lis­ti­sche Sicht der Din­ge zu­rück. Die ho­hen Ge­win­ne vom Vor­tag wur­den teil­wei­se kom­plett mit­ge­nom­men, weil die De­tails der an­geb­li­chen Ei­ni­gung zwi­schen Chi­na und den USA un­klar blie­ben. Die an­geb­li­chen Zu­sa­gen von Prä­si­dent Xi Jin­ping, dar­un­ter der Ver­zicht auf den Im­port­zoll für Au­tos, wur­den aus Pe­king bis­her nicht be­stä­tigt.

Der Sto­xx Asia/Pa­ci­fic 600 gab nach dem An­stieg am Mon­tag auf 183 wie­der auf 179,62 (–0,2%) nach. Der S&P/Asia 50 mit den 50 gröss­ten Un­ter­neh­men in Hong­kong, Ko­rea, Sin­ga­pur und Tai­wan stei­ger­te sich 3% auf 4 495,10. Das war der höchs­te Wert seit An­fang Ok­to­ber.

Der Hang Seng in Hong­kong schloss mit ei­nem Plus von 2,8% auf 27 260,44. Der Chi­na Hang Seng En­ter­pri­se In­dex ging auf 10 907,54 (+2,7%) aus dem Han­del. Der gröss­te In­ter­net­ti­tel Ten­cent Hol­dings setz­te die Ral­ly der ver­gan­ge­nen zwei Wo­chen mit ei­nem Schluss­stand von 328,40 HK-$ (+5,2%) fort. Da­ge­gen ka­men Im­mo­bi­li­en­wer­te wie Markt­füh­rer Chi­na Van­ke (27,00 HK-$; +0,4%) kaum vor­an.

Nach der Ral­ly des Vor­ta­ges leg­te die chi­ne­si­sche No­ten­bank den Wech­sel­kurs des Yuan um 0,7% hö­her fest – dies war die kräf­tigs­te Auf­wer­tung seit Ju­ni 2017. Der CSI 300 mit den 300 wich­tigs­ten Ti­teln in Shen­zhen und Shang­hai konn­te mit 3267,71 trotz ei­ner Sta­gna­ti­on am Di­ens­tag ei­nen Ge­winn von 3% zur Vor­wo­che ver­bu­chen. Der Shang­hai Com­po­si­te stieg in glei­chem Mass auf 2665,96.

Zu den gröss­ten Ver­lus­ten kam es in Ja­pan. Der Nik­kei 225 in Tokio rutsch­te 1,4% auf 22 036,05 ab. Da­mit en­de­te ei­ne Se­rie von sie­ben Plusta­gen. Der brei­ter ge­fass­te To­pix gab 1,1% auf 1649,20 nach. Die Ab­schlä­ge vom Di­ens- tag re­sul­tier­ten auch aus der Auf­wer­tung des Yen zum Dol­lar. Zu den Ver­lie­rern ge­hör­ten Au­to­wer­te wie To­yo­ta (6911Yen;+1,0%). Die An­tei­le von Nis­san fie­len 1,2% auf 994,60 Yen. Ein Ko­mi­tee aus drei Di­rek­to­ren woll­te am Di­ens­tag ei­nen Nach­fol­ger des ab­ge­setz­ten Car­los Ghosn als Vor­sit­zen­den des Ver­wal­tungs­rats vor­schla­gen. Doch es be­steht Un­klar­heit, da die Mut­ter­ge­sell­schaft Re­nault ei­gent­lich die Top­po­si­tio­nen be­set­zen kann. Ghosn bleibt an­geb­lich bis 30. De­zem­ber in Un­ter­su­chungs­haft.

Der Ko­s­pi in Seo­ul avan­cier­te 0,8% auf 2114,35. Die Tech­no­lo­gie­schwer­ge­wich­te Samsung Elec­tro­nics (42 150 Won;+0,7%) und SK Hy­nix (69 000 Won;-0,9%) stie­gen am Mon­tag und fie­len am Di­ens­tag. Die Va­lo­ren des Au­to­bau­ers Hy­un­dai Mo­tor klet­ter­ten wei­te­re 0,5% auf 107 500 Won und pro­fi­tier­ten wei­ter von der An­kün­di­gung ei­nes eher be­schei­de­nen Ak­ti­en­rück­kaufs.

Der S&P/ASX in Syd­ney rück­te 0,8% auf 5713,15 vor. Aus­tra­li­sche Ak­ti­en re­agie­ren sen­si­bel auf Nach­rich­ten zu Chi­na. Die Zen­tral­bank be­stä­tig­te den his­to­risch nied­ri­gen Leit­zins von 1,5%. Dar­un­ter lit­ten Fi­nanz­wer­te wie Com­mon­wealth Bank of Aus­tra­lia (70,80 aus­tr.-$;-0,6%).

Der BSE/Sen­sex in Mum­bai zeig­te sich bei ei­nem Schluss­stand von 36 134,31 (-0,2%) von den Han­dels­nach­rich­ten kaum be­wegt. Der FTSE/Straits Ti­mes in Sin­ga­pur ver­buch­te mit 3167,79 ei­nen Zu­wachs von 1,6%.

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