Ge­tes­tet

Finanz und Wirtschaft - - INNEN - von Thors­ten Riedl

… Nin­ten­do Switch

Auch an­dert­halb Jah­re nach ih­rer Vor­stel­lung lohnt sich ein Blick auf die Nin­ten­do Switch – das zeigt schon der Blick auf vie­le Wunsch­zet­tel, auf de­nen die jüngs­te Vi­deo­spiel­kon­so­le von Nin­ten­do auf­taucht. Die Switch des ja­pa­ni­schen Un­ter­hal­tungs­elek­tro­nik­kon­zerns ist auch so lan­ge Zeit nach ih­rem Markt­start un­er­reicht. Sie geht das The­ma Com­pu­ter­spie­le von ei­ner ganz an­de­ren Sei­te an. Mit all den Vor­ und Nach­tei­len, die das mit sich bringt.

Die Switch will nicht die schnells­te Kon­so­le sein und nicht die mit der bes­ten Gra­fik. Schon seit Er­schei­nen der Best­sel­ler­Kon­so­le Wii vor nun­mehr zwölf Jah­ren hat sich im Ma­nage­ment von Nin­ten­do die Idee fest­ge­setzt: Vor Kraft prot­zen, das kön­nen Mi­cro­soft mit der Xbox und So­ny mit der Play­sta­ti­on bes­ser.

Das Ver­spre­chen der Switch: gu­te Spie­le, übe­r­all, je­der­zeit. Und das hält die Kon­so­le auch. Das Herz­stück ist das Ge­rät mit Pro­zes­sor und Dis­play, an das sich die Con­trol­ler, Joy­Con ge­nannt, an­do­cken las­sen. So hat der Spie­ler ein voll­stän­dig mo­bi­les Ge­rät. Will er auf dem gros­sen Schirm spie­len, dockt er die Switch an. Die­ses Dock ist via HDMI mit dem Fern­se­her ver­bun­den. In­ner­halb von Se­kun­den wech­selt das Bild. Die Joy­Cons wer­den dann un­ab­hän­gig von der Switch in der Hand ge­hal­ten. So ein naht­lo­ses Er­leb­nis zwi­schen mo­bi­ler und sta­tio­nä­rer Vi­deo­spiel­kon­so­le schafft kein Zwei­ter. Das 6,2­Zoll­Dis­play mit ei­ner Auf­lö­sung von 1280 mal 720 Pi­xel wirkt nicht mehr zeit­ge­mäss. Im Test hat das nicht ge­stört. Zu­dem hilft die ge­rin­ge Auf­lö­sung dem Ak­ku, der bis zu drei St­un­den schafft. Han­dels­üb­li­che Po­wer­banks spen­die­ren der Kon­so­le Aus­dau­er. Am meis­ten Spass ma­chen die Spie­le, wenn sie als Grup­pe ge­spielt wer­den. Meh­re­re Joy­Cons und auch meh­re­re Switch las­sen sich kop­peln. Das An­ge­bot an Spie­len ist das gröss­te Plus der Kon­so­le, aber auch der Ma­lus. Wer mit Nin­ten­do­Klas­si­kern wie Po­ké­mon, Le­gend of Zel­da oder Ma­rio­Klas­si­kern nichts an­fan­gen kann, geht bes­ser zur Kon­kur­renz. Die an­de­ren be­kom­men für 300 Fr. viel Spiel­spass.

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