Chi­nas Wan­del als Stol­per­stein

Finanz und Wirtschaft - - VORDERSEIT­E -

«Die mo­men­ta­ne Si­tua­ti­on ver­heisst nichts Gu­tes für Schwel­len­län­der», sagt Da­vid Lu­bin, Chef­öko­nom für die auf­stre­ben­den Märk­te bei der Ci­ti­group. Er sei pes­si­mis­tisch für die Wachs­tums aus­sich­ten­der Schwel­len­län­der, so­wohl mit­tel- als auch lang­fris­tig. Als Haupt­grund nennt Lu­bin den Wan­del zu ei­nem kon­sum ge­trie­be­nen Wachs­tums­mo­dell in Chi­na. Die Bin­nen­nach­fra­ge der Volks­re­pu­blik sol­le aber im Stre­ben nach Un­ab­hän­gig­keit von chi­ne­si­schen Her­stel­lern be­dient wer­den.

Ein wei­te­res Ziel der Pe­kin­ger Re­gie­rung ist Sta­bi­li­tät, trotz oder ge­ra­de we­gen des Han­dels­streits. Die­ser sei sinn­bild­lich für ein grös­se­res Zer­würf­nis, sagt Lu­bin. «Die USA sind der An­sicht, Chi­na ha­be auf dem Weg zur Welt­macht ge­schum­melt», sagt der Volks­wirt. Die Stra­te­gie, Chi­na zu iso­lie­ren, ha­be be­reits un­ter der Prä­si­dent­schaft Oba­mas be­gon­nen. Das Pha­se-1-Ab­kom­men bringt auch nur ei­ne vor­über­ge­hen­de Ent­span­nung und kei­ne lang­fris­ti­ge Lö­sung. Der Kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na wird die Fi­nanz­märk­te wei­ter­hin be­schäf­ti­gen. Das Nach­se­hen ha­ben die Schwel­len­län­der.

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