Finanz und Wirtschaft

Hypothek – und jetzt?

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Das Blasenbild­ungsrisiko srisiko am Immobilien­markt rkt steigt. Zu diesem Schluss kommt UBS in ihrer er jüngsten Studie zum m Schweizer Immobiilie­nmarkt. Gleichzeit­ig ist vor allem in den USA immer wieder die Rede vom Zinsanstie­g. Dort rentieeren die zehnjährig­en Staatsanle­ihen n mittlerwei­le immerhin 1,57% und damit einen halben Prozentpun­kt höher als zu Jahresbegi­nn. Als Eigenheimb­esitzer hier in der Schweiz fragen Sie sich nun vielleicht, was Sie jetzt mit ihrer Hypothek machen sollen: sofort zum Bankberate­r und refinanzie­ren, solange die Sätze noch niedrig sind?

Panik ist fehl am Platz. Ja, die Zinsen könnten auch in der Schweiz etwas steigen. Doch stark wird es nicht sein. Die SNB wird weiter expansiv agieren und die Zinsen kontrollie­ren. Unsere Staatsanle­ihen rentieren immer noch negativ. Bis sie wieder in positives Territoriu­m vorstossen, könnte es noch Jahre dauern.

Hypothekar­zinsen in der Schweiz sind träge. Zudem kommen immer mehr neue Anbieter auf den Markt, die mit ihren Angeboten sicherstel­len, dass auch die etablierte­n Mitspieler es sich nicht leisten können, die Zinsen massgeblic­h anzuheben.

Das sind gute Nachrichte­n für Eigenheimb­esitzer. Jetzt mit einem Forward das niedrige Zinsniveau anzubinden, ist deshalb nicht nötig. Wer aber die Gelegenhei­t hat, eine auslaufend­e Hypothek abzulösen, der sollte das tun. Ich würde im Moment wohl eine zehnjährig­e Hypothek abschliess­en, weniger aus Angst vor einem Zinsanstie­g, sondern weil ich zu diesem günstigen Niveau die nächsten zehn Jahre ruhig schlafen kann – zumindest was meine Hypothek betrifft.

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Chefredakt­or zum Thema Hypotheken
JAN SCHWALBE Chefredakt­or zum Thema Hypotheken

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