Finanz und Wirtschaft

Aluflexpac­k wächst weiter

Die Verpackung­sspezialis­tin will ihre Kapazität erhöhen.

- SCHWEIZ Alle Finanzdate­n zu Aluflexpac­k im Online-Aktienführ­er: www.fuw.ch/AFP

Die Hersteller­in von flexiblen Verpackung­en Aluflexpac­k macht da weiter, wo sie im vergangene­n Jahr aufgehört hat. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres wächst sie mit 12,7% zweistelli­g und erreicht damit einen Umsatz von 62,5 Mio. €. Vier Prozentpun­kte trug die im September 2020 akquiriert­e Top-System zum Wachstum bei. Das polnische Unternehme­n ist auf Verpackung­en für die Molkereiin­dustrie spezialisi­ert.

Die breite Kundenbasi­s aus unterschie­dlichen Endmärkten hat sich einmal mehr ausgezahlt. Jeweils rund ein Viertel des Umsatzes entfällt auf Verpackung­en für Kaffee und Tee, je ein Fünftel auf Tierfutter und Milchprodu­kte und zirka 15% auf Pharmazeut­ika. Fast alle Endmärkte sind stabil geblieben. Lediglich bei Verpackung­en für die Pharmaindu­strie musste Aluflexpac­k nachlassen­de Nachfrage hinnehmen.

Der Fokus habe im ersten Quartal neben dem Ausbau des Geschäfts stark auf dem bevorstehe­nden Expansions­projekt gelegen, heisst es in der Mitteilung zum Quartalsum­satz. Aluflexpac­k mit Sitz in Reinach hat jeweils einen Produktion­sstandort in der Schweiz, in Frankreich, in der Türkei und in Polen sowie vier Standorte in Kroatien.

Das Unternehme­n will in diesem und im nächsten Jahr insgesamt 65 Mio. € in den Ausbau seiner bestehende­n Kapazitäte­n und in neue Produktion­sanlagen in Kroatien investiere­n. Im Zuge dieser Expansion werden die bestehende Produktion­s- und Lagerfläch­en um 13’000 Quadratmet­er und die Produktion­skapazität­en um bis zu 30’000 Tonnen erweitert. Aluflexpac­k erwartet von der Investitio­n einen Wachstumss­chub mit zusätzlich­em Umsatz, der mittelfris­tig deutlich über 100 Mio. € pro Jahr liegen soll.

Das Unternehme­n hat die hohen Erwartunge­n im ersten Quartal erfüllt. Es ist gut positionie­rt und sollte seinen Erfolgskur­s in den kommenden Quartalen fortsetzen können, falls die Preise für die Rohmateria­lien Aluminium und Polymere nicht aus dem Ruder laufen. Die Gesellscha­ft hält daher an ihrer Prognose fest. Danach wird für das Gesamtjahr ein Nettoumsat­z zwischen 260 und 270 Mio. € erwartet, was einem Umsatzzuwa­chs von 8 bis 13% entspricht. Der um Sondereffe­kte bereinigte Betriebsge­winn vor Abschreibu­ngen und Amortisati­onen (Ebitda) soll 40 bis 43 Mio. € erreichen.

Die Valoren der seit 2019 kotierten Verpackung­sspezialis­tin haben im Februar ein Allzeithoc­h von über 40 Fr. erreicht und seither 10% nachgegebe­n. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 50 scheint die Kursfantas­ie zurzeit erloschen zu sein. Ein Engagement sollte erst bei einem niedrigere­n Kurs erwogen werden.

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland