Ri­che­mont ge­gen Pa­tek, Ro­lex, Swatch

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Wirtschaft - Da­ni­el Hug

In der Aus­ein­an­der­set­zung um die pa­tent­recht­li­che Si­tua­ti­on bei den Uhr­wer­ken mit mo­der­nen Si­li­zi­um-un­ruh­spi­ra­len hat sich nun erst­mals Pa­tek Phil­ip­pe ver­neh­men las­sen. Die Gen­fer Ma­nu­fak­tur war 2005 zu­sam­men mit Ro­lex und der Swatch Group Teil des Kon­sor­ti­ums, das mit dem For­schungs­in­sti­tut CSEM die Si­li­zi­um-tech­nik bei den Un­ruh­spi­ra­len markt­reif ent­wi­ckelt hat­te.

Das Kon­sor­ti­um hat für die Er­fin­dung in vie­len Län­dern Pa­ten­te ein­ge­reicht. Trotz­dem hat die Ri­che­mont-grup­pe, zu der Mar­ken wie Car­tier, IWC oder Ja­e­ger­le Coult­re zäh­len, kürz­lich bei sei­ner Ein­stiegs­mar­ke Bau­me & Mer­cier ein Mo­dell vor­ge­stellt, in dem eben­falls ei­ne Si­li­zi­um-un­ruh­spi­ra­le schwingt. Die Uhr hat – wie ent­spre­chen­de Mo­del­le von Pa­tek, Ro­lex und Swatch Group – gros­se Vor­tei­le punk­to Prä­zi­si­on, Lang­le­big­keit und Wi­der­stand ge­gen Ma­gnet­fel­der.

«Pa­tek Phil­ip­pe wie auch un­se­re Part­ner Swatch und Ro­lex sind ef­fek­tiv der An­sicht, dass Bau­me & Mer­cier un­ser Pa­tent (Si­l­in­var) ver­letzt», teilt Kom­mu­ni­ka­ti­ons­che­fin Jas­mi­na Stee­le mit. Ent­ge­gen der Aus­sa­ge, die Bau­me-&mer­cier-chef Ge­off­roy Lef­eb­v­re in der «NZZ am Sonn­tag» vom 23. Sep­tem­ber mach­te, stün­den die drei Part­ner «ak­tu­ell nicht in Dis­kus­sio­nen mit Ri­che­mont / Bau­me & Mer­cier», hält Pa­tek Phil­ip­pe fest.

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