Brüs­sel könn­te An­pas­sung blo­ckie­ren

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Schweiz - (sbü.)

Die Me­di­zin­tech­nik-bran­che ist für die Schweiz von gros­ser Be­deu­tung: Sie zählt 14 000 Un­ter­neh­men mit über 58 000 Be­schäf­tig­ten. Und sie steu­ert laut Staats­se­kre­ta­ri­at für Wirt­schaft (Se­co) 4 Pro­zent an das Ex­port­vo­lu­men bei. Vie­le ih­rer Ab­neh­mer fin­den sich in der EU. Ent­spre­chend wich­tig ist für die Bran­che das bi­la­te­ra­le Ab­kom­men über die tech­ni­schen Han­dels­hemm­nis­se (MRA), das den Fir­men gleich­be­rech­tig­ten Zu­gang zum Eu-markt er­mög­licht. Eben­so wich­tig ist die­ser Ver­trag für Spi­tä­ler und Arzt- pra­xen, die vie­le Me­di­zin­pro­duk­te in der EU be­zie­hen. Mit der Re­form der Vor­schrif­ten über die Me­di­zin­pro­duk­te muss das MRA bis En­de 2019 auf den neus­ten Stand ge­bracht wer­den. Die ent­spre­chen­den Ge­sprä­che mit Brüs­sel «lau­fen im Mo­ment gut und kon­struk­tiv», teilt das Se­co mit. Das Amt weist aber dar­auf hin, dass letzt­lich der ge­misch­te Aus­schuss mit Ver­tre­tern des Bun­des und der EU der An­pas­sung des Ab­kom­mens zu­stim­men muss. Mit an­de­ren Wor­ten: Brüs­sel könn­te den Ent­scheid blo­ckie­ren. In die­sem Zu­sam­men­hang er­in­nert das Se­co dar­an, der Bun­des­rat ha­be selbst schon dar­auf hin­ge­wie­sen, «dass ein Schei­tern oder ei­ne Blo­ckie­rung der in­sti­tu­tio­nel­len Ver­hand­lun­gen ne­ga­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Be­zie­hun­gen Schweiz-eu ha­ben könn­ten». Nach An­nah­me der Mas­sen­ein­wan­de­rungs­in­itia­ti­ve hat die EU ein Up­date des MRA über ein Jahr blo­ckiert. Im Mo­ment sei­en das in­sti­tu­tio­nel­le Ab­kom­men und die An­pas­sung des MRA aber nicht ver­knüpft, schreibt das Se­co.

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