89. Ti­tel Die ers­te Pau­se und das gros­se Come­back am Aus­tra­li­an Open

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Sport -

burts­tag den ers­ten von bis­her 20 Ma­jor­ti­teln ge­winnt. Im Fi­nal be­zwingt er den Aus­tra­li­er Mark Phil­ip­pous­sis. So­fort tau­chen die Ver­glei­che mit Sam­pras wie­der auf. Doch Fe­de­rer weist sie zu­rück: «Er hat hier sie­ben­mal ge­won­nen. Ich ste­he jetzt bei ei­nem Sieg. Ich bin al­so noch weit von ihm ent­fernt. Aber es macht mich sehr glück­lich, dass mein Na­me auf der Eh­ren­ta­fel steht und ich Teil der His­to­rie Wim­ble­dons bin.» Der Voll­kom­me­ne ist plötz­lich nicht mehr voll­kom­men. Am Tag nach der Halb­fi­nal­nie­der­la­ge am Aus­tra­li­an Open 2016 ge­gen No­vak Djo­ko­vic reisst sich Fe­de­rer auf denk­bar la­pi­da­re Wei­se den Me­nis­kus: Beim Ein­las­sen ei­nes Ba­des für sei­ne Töch­ter rutscht er auf dem nas­sen Bo­den aus. Erst­mals muss sich Fe­de­rer ope­rie­ren las­sen. Er for­ciert das Come­back und be­zahlt das mit Rü­cken­pro­ble­men. An­fang Ju­li ent­schliesst er sich nach der Halb­fi­nal­nie­der­la­ge in Wim­ble­don, die Sai­son vor­zei­tig zu be­en­den. Man sieht Fe­de­rer in den so­zia­len Netz­wer­ken beim Wan­dern im Alpstein und fragt sich: Wird er je wie­der auf die Ten­nis­tour zu­rück­keh­ren? Er tut es: Am Aus­tra­li­an Open 2017 stei­gert er sich nach ei­nem mü­he­vol­len Start mit zwei glanz­lo­sen Sie­gen ge­gen den Ös­ter­rei­cher Jür­gen Mel­zer

Seit ei­ni­gen Jah­ren be­glei­tet mich im­mer der Ge­dan­ke, die­ser Ti­tel könn­te der letz­te sein. 99 ist ei­ne un­glaub­li­che Zahl für mich.

und den Ame­ri­ka­ner Noah Ru­bin ab Run­de 3 in ei­nen Spiel­rausch: Er schlägt nach­ein­an­der die Top-ten-spie­ler To­mas Ber­dych (10), Kei Nis­hi­ko­ri (5) und Stan Wa­wrin­ka (4). Im Fi­nal trifft er auf Ra­fa­el Na­dal, der in Mel­bourne eben­falls sein Come­back gibt. Die bei­den gröss­ten Spie­ler der Ten­nis­ge­schich­te du­el­lie­ren sich als Num­mer 9 (Na­dal) und 17 (Fe­de­rer). Na­dal geht im fünf­ten Satz mit ei­nem Break 3:1 in Füh­rung. Doch an­ge­peitscht vom eu­pho­ri­sier­ten Pu­bli­kum, das spürt, dass hier Ge­schich­te ge­schrie­ben wird, gibt Fe­de­rer bis zum En­de des Matchs kein Ga­me mehr ab. Hawk-eye, das elek­tro­ni­sche Ka­me­ra­au­ge, ent­schei­det über den letz­ten Punkt. Fe­de­rer sagt: «Ich kann die­sen Ti­tel mit kei­nem an­de­ren ver­glei­chen.» Ein hal­bes Jahr spä­ter ge­winnt er zum ach­ten Mal in Wim­ble­don.

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