59. Ti­tel Das En­de sei­nes Pa­ri­ser Fluchs und der Kar­rie­re-grand-slam

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Sport -

Fe­de­rer hat längst neue Mass­stä­be ge­setzt im Män­ner-ten­nis. Er ge­winnt sechs­mal in Fol­ge Wim­ble­don, fünf­mal in Fol­ge das US Open, drei­mal in Mel­bourne, ist seit dem Fe­bru­ar 2004 die Num­mer 1. Doch Ro­land-gar­ros, das vier­te Ma­jor, wird für ihn im­mer mehr zum Trau­ma. Drei­mal in Se­rie er­reicht er zwar den Fi­nal, im­mer aber stoppt ihn Ra­fa­el Na­dal. Das End­spiel 2008 wird zu ei­ner der gröss­ten De­mü­ti­gun­gen in Fe­de­rers Kar­rie­re. Na­dal de­klas­siert ihn mit 1:6, 3:6, 0:6. Vier Wo­chen spä­ter schlägt ihn der fünf Jah­re jün­ge­re Mal­lor­qui­ner auch erst­mals auf dem Ra­sen von Wim­ble­don. Erst­mals taucht die Fra­ge auf: Hat Fe­de­rer den rich­ti­gen Zeit­punkt zum Rück­tritt ver­passt? Er­reicht er noch ein­mal das Ni­veau, das ihn zum bes­ten Ten­nis­spie­ler der Ge­schich­te ge­macht hat? Doch dann er­hält Fe­de­rer Hil­fe von un­er­war­te­ter Sei­te: Ro­bin Sö­der­ling fügt Na­dal in der vier­ten Run­de die ers­te Nie­der­la­ge auf dem Pa­ri­ser Sand über­haupt zu. Fe­de­rer wit­tert sei­ne Chan­ce. Im Fi­nal ge­gen Sö­der­ling ist er deut­lich über­le­gen, ge­winnt 6:1, 7:6, 6:4 und kom­plet­tiert da­mit als sechs­ter Spie­ler nach Fred Per­ry, Don Budge, Rod La­ver, Roy Emer­son und And­re Agas­si den Kar­rie­re-grand-slam. Gleich­zei­tig ega­li­siert er Pe­te Sam­pras’ Re­kord von 14. Ma­jor-ti­teln. An der Me­di­en­kon­fe­renz da­nach wird er ge­fragt, ob nun nicht der per­fek­te Au­gen­blick zum Rück­tritt ge­kom­men wä­re. Er sagt: «Der Mo­ment wä­re tat­säch­lich ide­al. Ich

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