In Ba­sel wächst der Frust

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Sport - Su­per Le­ague Bern­hard Brun­ner, Thun

ler mo­nier­ten zwei Fehl­ent­schei­de des Schieds­rich­ters. Ei­ne Off­side-po­si­ti­on des Thu­ner Tor­schüt­zen zum 1:2 und ein nicht an­er­kann­tes Tor zum 3:1, der Thu­ner Ver­tei­di­ger Ste­fan Glar­ner er­reich­te den Ball wohl erst hin­ter der Tor­li­nie. Frei sag­te, das sei, als wer­fe man ei­nem 100-Me­terSprin­ter ei­nen Stock zwi­schen die Bei­ne. Die Nie­der­la­ge auf die­se Sze­nen zu pro­ji­zie­ren führ­te am We­sent­li­chen aber vor­bei.

Ba­sel krankt dar­an, dass wäh­rend des Spiels eher der Trai­ner Emo­tio­nen zeigt als die Spie­ler. Zu die­sem Schluss kann kom­men, wer die Ti­tel­ver­tei­di­ger in Thun sah: Ei­ne Mann­schaft oh­ne Spi­rit – und eben oh­ne die­se emo­tio­na­le In­ten­si­tät, die es brau­chen wür­de, um ei­nen An­schluss an die ei­ge­nen An­sprü­che zu fin­den. Die Emo­tio­na­li­tät brach aus den Kör­pern, als das Spiel vor­bei war.

Die Bas­ler ga­ben tat­säch­lich ei­nen 2:0-Vor­sprung preis, no­ta­be­ne ge­gen Thu­ner, die sich zwar stei­ger­ten und in der Of­fen­si­ve krea­ti­ve Ele­men­te hat­ten (Spiel­mann, Sor­gic, To­set­ti), aber nicht ein­mal ei­ne aus­ser­or­dent­li­che Leis­tung brauch­ten, um die Wen­de zu schaf­fen. Sie leis­te­ten sich gar noch den Lu­xus, ei­nen Straf­stoss nicht zu ver­wer­ten (Spiel­mann beim Stan­de von 0:1). Das sagt fast al­les aus über die Bas­ler Leis­tung, aus de­ren Per­spek­ti­ve könn­te man ge­ra­de­zu er­schre­cken über die pe­ni­ble Vor­stel­lung. Ja­ne­schitz sprach von «zwei kras­sen Fehl­ent­schei­den», aber auch vom Um­stand, «die Kon­trol­le über das Spiel ver­lo­ren zu ha­ben».

Ei­ne Mann­schaft oh­ne Spi­rit – und eben oh­ne die­se emo­tio­na­le In­ten­si­tät.

So se­hen Ver­lie­rer aus: Sport­di­rek­tor Mar­co St­rel­ler, Eder Ba­lan­ta und Tau­lant Xha­ka nach dem Spiel.

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