To­ni Brun­ner fährt da­von

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Schweiz - Andrea Kuče­ra

Der frü­he­re Svp-prä­si­dent hat ge­nug: To­ni Brun­ner zieht sich En­de Jahr aus der Po­li­tik zu­rück. Sein Ab­gang er­wischt die SVP auf dem fal­schen Fuss.

Hät­te er nur ge­wollt, To­ni Brun­ner wä­re heu­te ver­mut­lich Bun­des­rat. Bei den Wah­len 2015 fuhr die SVP un­ter sei­ner Lei­tung das bis­her bes­te Er­geb­nis der Par­tei­ge­schich­te ein: 29,4 Pro­zent Wäh­ler­an­tei­le, plus 2,8 Pro­zent. Und Brun­ner war in der Spit­zen­po­si­ti­on, um den Sitz von Eve­li­ne Wid­mer-schlumpf zu er­ben. Doch die leib­li­che In­kar­na­ti­on der Svp-son­ne, der fröh­li­che Bau­ern­sohn aus dem Tog­gen­burg, woll­te trotz ähn­lich aus­sichts­rei­cher Aus­gangs­la­ge wie heu­te Ka­rin Kel­ler-sut­ter nicht in die Lan­des­re­gie­rung. Exe­ku­ti­väm­ter hät­ten ihn noch nie ge­reizt, sag­te er. Und da­bei blieb er.

Statt­des­sen zieht sich Brun­ner drei Jah­re spä­ter nun de­fi­ni­tiv aus der Po­li­tik zu­rück: «Ich ha­be es ge­se­hen», sag­te der 44-Jäh­ri­ge am Sams­tag in den Zei­tun­gen des Ch-me­dia-ver­bunds. Er tre­te auf En­de Jahr aus dem Na­tio­nal­rat zu­rück. «Ir­gend­wann wird auch

To­ni Brun­ner mit 22 vor sei­nem Hof. (Eb­nat-kap­pel, 10. 10. 1996)

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