Mar­ti­na Lu­de­scher, DKSH

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Invest -

Wäh­rend 18 Jah­ren am­te­te Jörg Wol­le an der Spit­ze des Han­dels­un­ter­neh­men DKSH. Er präg­te die Fir­ma wie kein an­de­rer: erst als Kon­zern­chef, ab 2017 als Prä­si­dent. Im März tritt er ab. Ihm folgt per En­de Jahr nun auch Mar­ti­na Lu­de­scher. Sie ver­ant­wor­tet zur­zeit die Kon­sum­er­gü­ter­spar­te; gleich­zei­tig ist sie Mar­ke­ting­che­fin. Auf­grund un­ter­schied­li­cher Vor­stel­lun­gen be­züg­lich der stra­te­gi­schen Aus­rich­tung bei der Ge­schäfts­ein­heit Kon­sum­gü­ter ver­las­se die 41-Jäh­ri­ge das Un­ter­neh­men, teil­te DKSH am Mon­tag mit. Heisst über­setzt: Sie geht nicht frei­wil­lig. Lu­de­scher galt als Wol­les Pro­té­gée. 2003 ist sie als des­sen As­sis­ten­tin ge­star­tet und hat ei­ne ein­drück­li­che Kar­rie­re hin­ge­legt. Doch die von ihr ge­lei­te­te Kon­sum­gü­ter­spar­te kommt nicht auf Tou­ren. Sie ist zwar im ers­ten Halb­jahr end­lich wie­der satt ge­wach­sen, aber auf Kos­ten der Be­triebs­ge­winn­mar­ge. Sie be­trägt tie­fe 1,8%. Beim Bör­sen­gang 2012 war das Ge­schäft mit ei­ner Mar­ge von 4% weit pro­fi­ta­bler. Der Han­dels­kon­zern läu­tet mit den Ab­gän­gen von Wol­le und Lu­de­scher de­fi­ni­tiv ei­ne neue Ära ein.

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