«Vie­le Sta­di­en sind zu gross»

Neue Zurcher Zeitung Sunday - - Sport Stadion -

Wie sieht das per­fek­te Fuss­ball­sta­di­on aus?, frag­ten wir uns – und fah­ren des­halb mit dem Zug nach Frank­furt zu AS+P, ei­nem welt­weit re­nom­mier­ten Bü­ro für Sta­di­on­pla­nung. Sie be­glei­te­ten den Ar­chi­tek­tur­wett­be­werb für die Al­li­anz-are­na in Mün­chen, sie ent­wer­fen gera­de ein neu­es Fuss­ball­sta­di­on in Ber­lin, sie fer­tig­ten die ers­ten Sta­di­on­ent­wür­fe für die Fussball-welt­meis­ter­schaft in Ka­tar – im­mer in Teams, die aus ver­schie­de­nen Per­spek­ti­ven auf das ge­mein­sa­me Ziel bli­cken: ein neu­es Sta­di­on. In das Sit­zungs­zim­mer tre­ten des­halb so­wohl der ge­schäfts­füh­ren­de Ar­chi­tekt Axel Bi­en­haus als auch der In­ge­nieur Mat­thi­as Schö­ner, zwei Män­ner mit gros­sem Fach­wis­sen in Ar­chi­tek­tur und in Fussball, Abon­nen­ten des Fuss­ball­hefts «11 Freun­de», für das sie vor Jah­ren das «per­fek­te Sta­di­on» schon ein­mal auf Pa­pier ent­war­fen. Ge­baut wur­de es bis­her nicht. NZZ am Sonn­tag: An­ge­nom­men, Sie ha­ben al­le Frei­hei­ten – wie sieht das Sta­di­on al­ler Träu­me aus?

Mat­thi­as Schö­ner: Am An­fang von al­lem steht der per­fek­te Stand­ort. Es geht dar­um, wie ein Sta­di­on er­schlos­sen, er­reich­bar, er­kenn­bar ist.

Axel Bi­en­haus: Neu­lich war ich auf ei­nem Po­di­um, als es dar­um ging, was ein Fuss­bal­ler vom Sta­di­on wahr­nimmt. Die Aus­sa­ge war: Ob das Sta­di­on schön ist, spielt über­haupt kei­ne Rol­le. Wor­auf es hin­ge­gen stark an­kommt, ist die At­mo­sphä­re im In­nen­raum.

Die Pla­ner vie­ler Sta­di­en: Mat­thi­as Schö­ner (links) und Axel Bi­en­haus von AS+P.

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