Die im Üet­li­berg-Ge­biet ver­miss­te Frau ist tot auf­ge­fun­den wor­den

Die Ber­gung in un­weg­sa­mem Ge­län­de er­for­dert ei­nen He­li­ko­pter

Neue Zurcher Zeitung - - ZÜRICH UND REGION -

len. · Was man auf­grund der vor zehn Ta­gen ein­ge­stell­ten Such­ak­ti­on und der Wit­te­rungs­be­din­gun­gen be­fürch­ten muss­te, ist nun trau­ri­ge Ge­wiss­heit: Wie die Stadt­po­li­zei Zü­rich mit­teilt, ist die seit über zwei Wo­chen als ver­misst ge­mel­de­te Frau ums Le­ben ge­kom­men. Die Lei­che der 90-Jäh­ri­gen ist am Frei­tag­mit­tag von ei­ner Pri­vat­per­son in un­weg­sa­mem Ge­biet am Üet­li­berg auf­ge­fun­den wor­den.

Der be­reits bei der Su­che ein­ge­setz­ten Seil­grup­pe der Stadt­po­li­zei Zü­rich ge­lang es trotz Un­ter­stüt­zung von Hö­hen­ret­tern von Schutz und Ret­tung Zü­rich nicht, die Ver­stor­be­ne im steil ab­fal­len­den Ge­län­de zu ber­gen. Da­für muss­te am Frei­tag­abend kurz vor dem Ein­dun­keln ein He­li­ko­pter der Re­ga ein­ge­setzt wer­den. Das Fo­ren­si­sche In­sti­tut Zü­rich hat­te zu die­sem Zeit­punkt aber be­reits Spu­ren si­chern kön­nen.

Hin­wei­se auf ei­ne Dritt­ein­wir­kung lie­gen laut Po­li­zei­com­mu­ni­qué bis jetzt nicht vor. Trotz­dem wer­den die Um­stän­de, die zum Tod der Frau ge­führt ha­ben, durch die Stadt­po­li­zei Zü­rich, die zu­stän­di­ge Staats­an­walt­schaft so­wie das In­sti­tut für Rechts­me­di­zin ab­ge­klärt.

Die 90-jäh­ri­ge Frau war vor­letz­ten Don­ners­tag mit ei­ner Wan­der­grup­pe Rich­tung Uto Staf­fel un­ter­wegs ge­we­sen, als sie sich um 11 Uhr von der Grup­pe trenn­te. Bei der Fallät­sche setz­te sich die Se­nio­rin auf ei­ne Bank, um sich aus­zu­ru­hen. Als sie bis am Nach­mit­tag nicht beim ver­ein­bar­ten Treff­punkt ein­traf, alar­mier­te der Lei­ter der Wan­der­grup­pe die Po­li­zei. Die­se such­te dar­auf­hin wäh­rend knapp ei­ner Wo­che mit ei­nem Gross­auf­ge­bot nach der Ver­miss­ten.

Im­mer wie­der ver­un­mög­lich­te in­des Hoch­ne­bel den Ein­satz ei­nes He­li­ko­pters mit Wär­me­bild­ka­me­ra, wes­halb die­ser nur ein­mal star­ten konn­te. Spä­ter setz­te die Po­li­zei ei­ne Droh­ne ein, die Bil­der aus der Vo­gel­per­spek­ti­ve lie­fer­te.

Er­schwert wur­de die Su­che wei­ter durch das un­zu­gäng­li­che, stei­le Ge­län­de, wes­halb so­wohl Gre­na­die­re der Seil­grup­pe der In­ter­ven­ti­ons­ein­heit «Skor­pi­on» als auch Hö­hen­ret­ter von Schutz und Ret­tung im mög­li­chen Sturz­ge­biet nach der Ver­miss­ten such­ten. Da­ne­ben stan­den Po­li­zis­tin­nen mit Di­enst­hun­den und Feu­er­wehr­män­nern, zu­wei­len zu fünf­zigst, im Ein­satz.

Wie oft es zu sol­chen Such­ak­tio­nen am Üet­li­berg kommt, kann die Stadt­po­li­zei nicht sa­gen; Zah­len da­zu wer­den kei­ne er­ho­ben. Es sei je­doch nicht un­üb­lich, dass sich je­mand beim Wan­dern ver­ir­re oder ver­letzt zum Bei­spiel per No­t­ruf um Hil­fe bit­te. Dann müs­se die Po­li­zei die be­trof­fe­ne Per­son je­weils lot­sen oder or­ten.

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