SÉBASTIEN MER­CIER, 19

— Me­di­zin­stu­dent, Char­don­ne — An der Fête: Lai­en­dar­stel­ler

Schweizer Familie - - FÊTE DES VIGNERONS -

Mei­ne ers­te Fête! 2019 ist es end­lich so weit. An die letz­te nahm mich mein Va­ter zwar mit, aber ich war erst drei Mo­na­te alt und kann mich nicht er­in­nern. Für mich war im­mer klar, dass ich da­bei sein wer­de – so geht es den meis­ten Jun­gen hier. Von klein auf wird ei­nem die Be­deu­tung die­ses Fes­tes ver­mit­telt: die Ver­bun­den­heit mit un­se­rem Er­be, das seit Ge­ne­ra­tio­nen von den Wein­bau­ern und ih­ren Ar­bei­tern be­wirt­schaf­tet wird.

Das Ein­drück­lichs­te, was ich ge­se­hen ha­be, ist ei­ne Auf­zeich­nung des Fes­tes von 1977, als der Äl­pler Ber­nard Ro­ma­nens «Le Ranz des Va­ches» sang. Ein Jo­del­lied, das für die Ro­man­die zu ei­ner Art Na­tio­nal­hym­ne ge­wor­den ist und das un­ter die Haut geht. Am be­rüh­rends­ten ist: Al­le, die da­mals da­bei wa­ren, be­gin­nen zu wei­nen, wenn sie die­se Auf­nah­me se­hen. Das Fest ist für mich ei­ne Ge­le­gen­heit, mei­ne Schul­freun­de wie­der­zu­se­hen. Nicht al­le gin­gen aufs Gym­na­si­um, so­dass wir uns nur noch sel­ten se­hen, doch nun spie­len fast al­le am Fest ei­ne Jass­kar­te. Mehr weiss ich noch nicht über un­se­re Rol­le. Wich­ti­ger ist oh­ne­hin, das Fest zu­sam­men mit mei­nen Kum­pels zu er­le­ben. Des­halb ha­be ich auch ei­nen Rol­len­tausch be­an­tragt. Zu­erst soll­te ich ei­nen Vo­gel – ei­nen Star – dar­stel­len, der Trau­ben­ker­ne frisst. Doch dann er­fuhr ich, dass mei­ne Freun­de Jass­kar­ten spie­len. Am nächs­ten Fest wä­re ich gern ein Hun­dert­schwei­zer, ein ehe­ma­li­ger Schwei­zer Söld­ner. Das ist für vie­le Män­ner das Höchs­te. Aber dies­mal fühl­te ich mich noch zu jung da­für.

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