DER MANN FÜRS GRO­BE

Mit «Ty­ler Cross – Mia­mi» le­gen Nu­ry und Brü­no die drit­te her­aus­ra­gen­de Gra­phicNo­vel um ih­ren Be­rufs­ga­no­ven vor.

Schweizer Familie - - MEDIENTIPPS - Heinz Stor­rer

Er ist cool. Eis­kalt. Nur sich selbst ver­pflich­tet. Und knall­hart. Er ist Ty­ler Cross, in fünf Us-staa­ten von der Po­li­zei ge­sucht we­gen Ein­bruch, Aus­bruch, Mord. Und von der Ma­fia ge­sucht we­gen Raub und Ein­mi­schung. Und weil er stän­dig die Zahl ih­rer Leu­te de­zi­miert. Des­halb wol­len sie ihn aus dem Weg räu­men. Fa­ckeln sein Haus ab – und den­ken, er wä­re ver­brannt. Ist er aber nicht. Aber sei­ne Freun­din. Und das nimmt Cross der Ma­fia übel. Dass er bei sei­nem Ra­che­zug in Mia­mi auch gleich noch bei ei­ner gros­sen Im­mo­bi­li­en-gau­ne­rei ab­kas­siert, macht das Gan­ze für die Ma­fia nicht bes­ser. Im Ge­gen­teil. Denn: Wenn Ty­ler Cross auf­taucht, wä­re es für die meis­ten Un­ter- welt­ler bes­ser, sie tauch­ten ab… Mit dem drit­ten Band um den Richard Starks «Par­ker» nach­emp­fun­de­nen Be­rufs­ga­no­ven set­zen die fran­zö­si­schen Co­mic-au­to­ren Fa­bi­en Nu­ry und Brü­no Thiel­leux ih­re in den 50er-jah­ren spie­len­de Sé­rie-noi­re-rei­he fort. Wie bis­her set­zen sie auf ei­ne re­du­zier­te Bild­spra­che, auf fla­che, ein­drucks­vol­le Bil­der, kan­ti­ge Fi­gu­ren, ei­ne zu­rück­hal­ten­de Farb­ge­bung, ei­nen pa­cken­den Plot und la­ko­ni­sche Dia­lo­ge. Grosse Kunst. ★★★★★

Film noir in re­du­zier­ten Bil­dern: Ty­ler Cross.

(Carl­sen)

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