Lie­be Le­se­rin­nen Lie­be Le­ser

Schweizer Familie - - EDITORIAL -

UNKRAUT VERGEHT NICHT. Das Sprich­wort trifft auch auf Hanf zu. Seit 1951 ist die ur­al­te Kul­tur­pflan­ze in der Schweiz ver­bo­ten, weil das Pflan­zen­harz die be­rau­schen­de Sub­stanz THC ent­hält. Was hat das Ver­bot be­wirkt? Nichts. Can­na­bis, so der bo­ta­ni­sche Na­me für Hanf, hat sich als Dro­ge in al­len Ge­sell­schafts­schich­ten eta­bliert. Dar­um dis­ku­tie­ren Po­li­ti­ker die Le­ga­li­sie­rung des Krauts, das laut Wis­sen­schaft für Er­wach­se­ne we­ni­ger schäd­lich ist als Al­ko­hol. Nun ha­ben Hanf­freun­de ei­nen neu­en Weg ge­fun­den, Can­na­bis le­gal an­zu­bau­en und zu nut­zen. Sie ha­ben Hanf­s­or­ten ge­züch­tet, die nur sehr we­nig THC ent­hal­ten, al­so kei­nen Rausch er­zeu­gen. Die­se Sor­ten sind in der Schweiz le­gal. Und ein blü­hen­des Ge­schäft, weil sie je nach Züch­tung ho­he Kon­zen­tra­tio­nen der be­ru­hi­gen­den und schmerz­stil­len­den Sub­stanz CBD ent­hal­ten. Aus CBD wer­den heu­te Heil­mit­tel und Kos­me­ti­ka her­ge­stellt. Bau­ern freut die­se Ent­wick­lung, weil sie Thc-ar­men Hanf le­gal an­bau­en und ver­kau­fen dür­fen. Freu­de hat auch die Spit­zen­kö­chin Rebecca Clopath. Sie kre­iert mit Hanf von Schwei­zer Bau­ern aro­ma­ti­sche und ge­sun­de Ge­rich­te – le­gal und oh­ne Ne­ben­wir­kun­gen. AB SEITE 48 GEHEIMNISVOLLES MOOS. Die grü­ne Pflanze zählt zu den äl­tes­ten der Welt. Frü­her wur­de Moos auf Wun­den ge­legt. Jetzt weiss man warum: Moos ent­hält ei­ne Sub­stanz, die ähn­li­che Heil­kräf­te wie das THC bei Can­na­bis be­sitzt. Mehr über Moos ab SEITE 22

Herz­lich, Ihr Da­ni­el Dun­kel, Chef­re­dak­tor

Hanf­bau­er Beat Grob (r.) zeigt Hanf­händ­ler Ema­nu­el Schütt sein Feld.

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