Feld­mau­ser

Schweizer Familie - - MENSCHEN -

— ca. 1930 — Fo­to, ein­ge­sandt von Mar­grit Spring, Mu­ri BE

Feld­mäu­se sind in der Land­wirt­schaft ei­ne Pla­ge und kön­nen er­heb­li­che Schä­den an­rich­ten: Täg­lich fres­sen sie et­wa so vie­le Wur­zeln, wie sie sel­ber wie­gen, al­so bis zu 150 Gramm. Im Fut­ter­bau siehts nicht bes­ser aus: Ist mehr als die Hälf­te ei­ner Wie­se mit Mäu­seh­au­fen be­deckt, spricht man von To­tal­scha­den. Wie al­so den klei­nen Viel­fras­sen bei­kom­men? Mit Feld­mau­sern, die sie ein­fan­gen zum Bei­spiel. Hans Im­hof, 1883–1958, war ein sol­cher. Wir se­hen ihn im Bild beim Mit­tags­brot an ei­nen Baum ge­lehnt im ber­ni­schen Mit­tel­land, of­fen­sicht­lich er­schöpft von ge­ta­ner Ar­beit. Laut Ein­sen­de­rin Mar­grit Spring war er der letz­te Feld­mau­ser von Rig­gis­berg und im Dorf sehr ge­ach­tet. Der «Muuser Hou­se­li», wie er ge­nannt wur­de, Va­ter zwei­er Kin­der, ver­dien­te sei­nen Le­bens­un­ter­halt da­mit, den Bau­ern die Ern­te zu si­chern. Mit fai­ren Mit­teln. Denn auch wenn die Feld­mäu­se, de­nen er Fal­len stell­te, ihr Le­ben lies­sen, war – und ist – das Mau­sern öko­lo­gisch sinn­vol­ler, als mit Gift ge­gen die Na­ger vor­zu­ge­hen. Gi­u­lia Pom­peo Ha­ben Sie Fo­tos, die vom Le­ben in der Schweiz er­zäh­len? Schi­cken Sie sie an: Re­dak­ti­on «Schwei­zer Fa­mi­lie», «Ar­chiv», Post­fach, 8021 Zü­rich, oder an re­dak­ti­on@schwei­zer­fa­mi­lie.ch

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