Mar­tin Guil­ler­mo und Ca­mi­lo San­tia­go Jasch­ke, 11 und 10

Schweizer Familie - - MENSCHEN -

Pfungen ZH

Mar­tin und Ca­mi­lo wis­sen aus Er­fah­rung, dass sau­be­res Was­ser aus dem Hahn kei­ne Selbst­ver­ständ­lich­keit ist. «Bei mei­ner Tan­te in Ku­ba müs­sen wir es zu­erst auf­ko­chen, um die Bak­te­ri­en ab­zu­tö­ten. Ge­nau wie die Kin­der in Bo­li­vi­en», sagt Mar­tin. Und Ca­mi­lo fügt an: «Da­nach fül­len wir es in Plas­tik­fla­schen und le­gen die­se in die Ge­frier­tru­he.» Dass ih­re Al­ters­ge­nos­sen in Süd­ame­ri­ka oft nicht ein­mal die­se Op­ti­on ha­ben, be­schäf­tigt die bei­den. «Wir wün­schen uns, al­le Men­schen auf der Welt hät­ten von al­lem et­wa gleich viel», sind sie sich ei­nig. Um ei­nen Bei­trag an ei­ne ge­rech­te­re Welt zu leis­ten, be­tei­li­gen sie sich seit 2015 an der «Ster­nen­wo­che». Die­ses Jahr ver­kauf­ten sie Kon­fi­tü­re und klei­ne Bü­cher, die den Ti­tel «Ma­ma kann nicht ko­chen» tra­gen. Dar­in er­zäh­len die Bu­ben von den Kü­chen-mal­heu­ren ih­rer Mut­ter Yor­dan­ka. «Ze­ment-ster­ne», «Zer­stör­te Fi­sche» und «Sup­pe oh­ne Flüs­sig­keit» – die Über­schrif­ten der Kurz­ge­schich­ten las­sen er­ah­nen, wie die Me­nüs schmecken. «Ma­ma ser­viert die auf­ge­wärm­te La­sa­gne kalt, und ih­re Sa­lat­sau­ce ist grün», sagt Mar­tin und ki­chert. Ei­ne Meis­ter­kö­chin sei die Mut­ter zwar nicht, da­für ha­be sie im­mer gu­te Ide­en. Zum Bei­spiel, wie die Fa­mi­lie Jahr für Jahr bei der «Ster­nen­wo­che» Geld sam­meln könn­te. Mit dem Ver­kauf der Büch­lein und der Kon­fi­tü­re – ei­ne Be­kann­te hat sie ein­ge­kocht – ha­ben die Jasch­kes die­ses Jahr 350 Fran­ken ge­sam­melt.

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