MASCHINEN, DIE UNSER LE­BEN VERÄNDERTEN

Bahn­bre­chen­de Erfindungen ent­ste­hen sel­ten über Nacht. Sie be­ru­hen auf Wei­ter­ent­wick­lun­gen von Ide­en aus der Ver­gan­gen­heit. Wie kam es zu den Tech­ni­ken und Maschinen, die zu den gros­sen Wür­fen der Mensch­heit zäh­len?

Schweizer Familie - - VORDERSEITE - — Text Hans-mar­tin Bür­ki-spy­cher

Wie wür­de unser Le­ben aus­se­hen, gä­be es we­der Au­tos, Com­pu­ter noch Mo­bil­te­le­fo­ne? Die­se Fra­ge kann nie­mand be­ant­wor­ten; die er­wähn­ten Maschinen und Ge­rä­te sind aus un­se­rem All­tag längst nicht mehr weg­zu­den­ken.

Der eng­li­sche So­zio­lo­ge Eric Cha­li­ne stellt in ei­nem eben er­schie­ne­nen Buch 50 Maschinen vor, die un­se­re Welt veränderten, vom au­to­ma­ti­schen Webstuhl bis zum Welt­raum­te­le­skop Hub­b­le. «Die meis­ten Maschinen sind nicht das Werk ei­nes Ein­zel­nen», schreibt Eric Cha­li­ne, «sie ba­sie­ren auf stän­di­gen Ver­bes­se­run­gen frü­he­rer Erfindungen.»

Vie­le die­ser Maschinen ha­ben un­se­ren All­tag kom­plett um­ge­krem­pelt, wäh­rend die­ser zu­vor wäh­rend Jahr­hun­der­ten in ähn­li­chen Bah­nen ver­lief. Die Wasch­ma­schi­ne bei­spiels­wei­se er­leich­ter­te der Haus­frau das Le­ben, mach­te aber gleich­zei­tig Wä­sche­rin­nen ar­beits­los. Das An­fer­ti­gen schö­ner Stof­fe war frü­her die Do­mä­ne ge­schick­ter Kunst­hand­wer­ker – die au­to­ma­ti­sier­ten Web­stüh­le be­nö­tig­ten auf ein­mal nur noch ein­fa­che Fa­b­rik­ar­bei­ter.

Heu­te neh­men uns Maschinen ei­nen gros­sen Teil der Ar­beit ab, was uns mehr Frei­zeit be­schert. Die­se nut­zen wir, in­dem wir uns mit dem Smart­pho­ne be­schäf­ti­gen oder Mu­sik hö­ren. Jahr­zehn­te­lang wa­ren für den Mu­sik­ge­nuss Schall­plat­ten das Mass al­ler Din­ge. Sie wur­den ab­ge­löst durch Walk­man, CD­ und Mi­ni­di­scPlay­er – und auch die sind mitt­ler­wei­le schon wie­der reif für das Mu­se­um. Was heu­te mo­dern ist, gilt mor­gen schon als ver­al­tet. Nicht zu­letzt des­halb ist ein Blick zu­rück zu den An­fän­gen reiz­voll.

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