Beim Ni­ko­laus

— ca. 1949 —

Schweizer Familie - - MENSCHEN - Fo­to ein­ge­sandt von Mar­grit Fri­ge­ri, Dor­nach SO

Glück­lich, wer ei­ne Schwes­ter hat, um mit ihr die gros­sen und klei­nen Prü­fun­gen des Le­bens zu be­ste­hen. Die zwei Mäd­chen sind ein­an­der ganz nah, als sie vor dem Ni­ko­laus im Zu­ger Ver­ein in Bern an­tre­ten. Der hat, so ge­mahnt es zu­min­dest die Stel­lung sei­ner Zei­ge­fin­ger, of­fen­sicht­lich Grund zum Ta­deln. «Ein biss­chen Angst hat­te ich je­weils schon vor dem Chlaus», sagt Ein­sen­de­rin Mar­grit Fri­ge­ri, die ih­rer Schwes­ter Vre­ni zum Ver­wech­seln ähn­lich sieht, ob­wohl sie kei­ne Zwil­lin­ge sind. Zum Glück gibts nicht nur Schimp­fis. Bald schon lä­chelt der Chlaus, be­dankt sich fürs Heu, das die Mäd­chen für den Esel mit­ge­bracht ha­ben. Und be­vor er die zwei mit Nüs­sen und Man­da­ri­nen be­schenkt, ist er voll des Lobs für die Ver­se, die er zu hö­ren be­kommt: «Samichlaus, ich hett en Wunsch, / wänn du dänn zu öis hei chunsch. / Wett ich mit dir use gaa, / und äch­li zum Esel stah, / wett sin Chopf i d Ar­me neh, / und em äch­li z Äs­se geh.» Gi­u­lia Pom­peo

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