DAS KINO

Schweizer Familie - - WISSEN -

Der Ki­no­film ver­dankt sei­ne Ent­wick­lung der Ar­beit vie­ler Tüft­ler. Ers­te be­weg­te Bil­der lie­fer­ten Ap­pa­ra­te wie das Phen­akis­tiskop oder das Zoe­trop, die wie ein Dau­men­ki­no funk­tio­nier­ten. Mit dem Cy­né­ma­to­gra­phe kon­stru­ier­te der Fran­zo­se Lé­on Bou­ly (1872–1932) ein Ge­rät, das be­weg­te Bil­der auf­zeich­nen und auf ei­ne Lein­wand pro­ji­zie­ren konn­te. Die Ge­brü­der Lu­miè­re, Au­gus­te Ma­rie Lou­is Ni­co­las (1862–1954) und Lou­is Je­an (1864–1948), kauf­ten ihm das Pa­tent ab, ver­bes­ser­ten den Ap­pa­rat und nann­ten ihn Ci­né­ma­to­gra­phe. Am 28. De­zem­ber 1895 ga­ben sie ih­re ers­te öf­fent­li­che Film­vor­füh­rung im Un­ter­ge­schoss des Pa­ri­ser Grand Ca­fé. Das Pro­gramm um­fass­te zehn Fil­me von 38 bis 49 Se­kun­den Län­ge. Trotz ih­rer er­folg­rei­chen Vor­füh­run­gen in In­di­en, den USA und Ar­gen­ti­ni­en hiel­ten die Brü­der das Kino für ei­ne «Er­fin­dung oh­ne je­de Zu­kunft» und wand­ten sich wie­der der Fo­to­gra­fie zu.

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