VIER STERN ST­UN­DEN

Schweizer Familie - - MEDIENTIPPS - Tho­mas Wid­mer

Da­ni­el Glattau­er

Von ei­nem Wie­ner kommt die­se kur­ze, kna­cki­ge, köst­li­che Ko­mö­die mit trau­ri­gen Un­ter­tö­nen. Ein al­tes Vier­ster­ne­ho­tel, dem man – so der Autor – ei­nen Stern be­son­ders an­sieht, näm­lich den feh­len­den fünf­ten, ver­an­stal­tet kul­tu­rel­le An­läs­se. Am Abend ei­nes sol­chen Ge­sche­hens ge­ra­ten an­ein­an­der: der Star­gast, ein mie­se­pe­tri­ger Schrift­stel­ler, und die Frau, die ihn be­ fra­gen soll und von ihm fer­tig­ge­macht wird. Da­zu der un­be­hol­fe­ne Ju­ni­or­chef des Ho­tels, der den Kul­tur­be­trieb so­zu­sa­gen ge­erbt hat und an ihm null In­ter­es­se zeigt, so­wie ei­ne mys­te­riö­se Bur­ka­trä­ge­rin, die als Voll­ver­schlei­er­te zu­nächst nicht zum An­lass zu­ge­las­sen wird. In den nächs­ten St­un­den of­fen­bart sich bo­den­lo­ses Un­glück. Und es bahnt sich neu­es Glück an. All das ist wie ein Thea­ter­stück in Dia­lo­gen zu Pa­pier ge­bracht und liest sich ent­spre­chend flott. ★★★★★

(Deu­ti­cke)

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