An­spruch auf Ent­schä­di­gung

SonntagsZeitung - - WIRTSCHAFT -

Ent­schä­di­gun­gen im Fall von Ver­spä­tun­gen sind in der Eu-ver­ord­nung 261 ge­re­gelt, die auch für die Schweiz gilt. Ein Recht auf Ent­schä­di­gung ha­ben Pas­sa­gie­re ab ei­ner Ver­spä­tung von drei St­un­den –

Es zählt da­bei die An­zahl der ge­flo­ge­nen Ki­lo­me­ter. Flü­ge von bis zu 1500 km wer­den mit 250 Eu­ro pro Per­son ent­schä­digt. Zwi­schen 1500 und 3500 km gibt es 400 Eu­ro, bei Langstre­cken­flü­gen über 3500 km, die aus der EU hin­aus­füh­ren, 600 Eu­ro. Ver­passt man ei­nen An­schluss mit der glei­chen Air­line, gilt die Ver­spä­tung am end­gül­ti­gen Rei­se­ziel. Ver­spä­tung hat man das Recht, von der Flug­bu­chung zu­rück­zu­tre­ten. Die Air­line ist dann ver­pflich­tet, die Ti­cket­kos­ten in­nert sie­ben Ta­gen zu­rück­zu­zah­len.

bis zu drei Jah­re rück­wir­kend. Ab fünf St­un­den

Zeit mit 15,1 Mi­nu­ten bes­ser. Das heisst: Vie­le Flü­ge ho­ben zwar ver­spä­tet ab, aber da­für muss­ten die Pas­sa­gie­re im Schnitt we­ni­ger lang war­ten als bei der Kon­kur­renz.

Für Flug­ge­sell­schaf­ten be­deu­ten Ver­spä­tun­gen auch ein fi­nan­zi­el­les Ri­si­ko, denn: Um­bu­chun­gen, Ver­pfle­gung, Ho­tel­über­nach­tun­gen für ge­stran­de­te Pas­sa­gie­re – all das ist nicht gra­tis. Die­se Kos­ten bei der Swiss ha­ben sich im Som­mer 2018 im Ver­gleich zum Vor­jahr ver­dop­pelt, und da sind die Ent­schä­di­gun­gen für Pas­sa­gie­re nach Eu-recht nicht mit ein­be­rech­net. Wie hoch die­se ge­nau sind, sagt die Swiss nicht. Aber wie dras­tisch sie sich auf das Er­geb­nis aus­wir­ken kön­nen, zeigt Rya­nair: Die Air­line gab ge­ra­de – un­ter an­de­rem we­gen der ho­hen Kos­ten durch Pas­sa­gier-ent­schä­di­gun­gen – ei­ne Ge­winn­war­nung für das Jah­res­er­geb­nis 2018 her­aus.

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