Ge­schich­ten, auf die man selbst nicht kommt

SonntagsZeitung - - NENAD KOCHT -

Der is­rae­li­sche Star­au­tor Yu­val Noah Hara­ri ist His­to­ri­ker. Vor al­lem ist er ein gross­ar­ti­ger Er­zäh­ler. Nach «Ei­ne kur­ze Ge­schich­te der Mensch­heit» und «Ho­mo Deus» schreibt Hara­ri in sei­nem drit­ten Best­sel­ler, die Mensch­heit hät­te vor 80 Jah­ren aus drei gros­sen Nar­ra­ti­ven aus­wäh­len kön­nen: Fa­schis­mus, Kom­mu­nis­mus und Li­be­ra­lis­mus. Al­le drei hät­ten sich als Irr­tü­mer ent­puppt. Das nächs­te Nar­ra­tiv, so Hara­ri, müs­se sit­zen, sonst wer­de es bald kei­nen Platz mehr für die Mensch­heit ge­ben. Der Schlüs­sel da­zu, so Hara­ri, sei die Klä­rung der Fra­ge, wie sich Mensch und Com­pu­ter un­ter­schei­den. Für ei­ni­ge – dar­un­ter auch Au­to­ren die­ser Zei­tung – ist der Is­rae­li des­halb ein Klug­scheis­ser. Wir den­ken, es lohnt sich, Zeit mit sei­nen Über­le­gun­gen zu ver­brin­gen.

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