Ju­lia Ro­berts

SonntagsZeitung - - KULTUR -

ge­re Schwes­ter». Bis sie ihn ra­sant über­hol­te, er mit per­sön­li­chen Pro­ble­men zu kämp­fen hat­te – gut mög­lich, dass sie mit dem süch­ti­gen Fa­mi­li­en­mit­glied ihn mein­te – und Ju­lia eben zur Le­gen­de, par­don La­dy wur­de.

Ge­lä­chelt aber hat sie noch nicht in die­sem In­ter­view. Viel­leicht ist das The­ma ein­fach zu ernst. Man muss wis­sen: Fil­me wie «Ben Is Back» kön­nen in den USA nur ent­ste­hen, wenn je­mand wie Ju­lia Ro­berts da­bei ist. Re­gie führt zwar Pe­ter Hed­ges, ein re­spek­tier­ter Mann, der die Ro­manvor­la­ge und auch das Dreh­buch zu «What’s Ea­ting Gil­bert Gra­pe» schrieb. Die zwei­te Haupt­rol­le, den süch­ti­gen Ben, spielt der Sohn des Re­gis­seurs Lu­cas Hed­ges, ein Jung­star, der in Fil­men wie «Man­ches­ter by the Sea» bril­lier­te.

Und doch war die Fi­nan­zie­rung erst ge­si­chert, als Ju­lia Ro­berts zu­sag­te. «Es war der 11. Sep­tem­ber 2017, als ih­re Text­nach­richt ein­traf», sagt Pe­ter Hed­ges. Der Re­gis­seur woll­te sie un­be­dingt, weil sie, wie er sagt, zer­brech­lich wie Glas sein kön­ne und hart wie Stahl. «Erst mit ih­rer Teil­nah­me be­kam der Film die Chan­ce, von vie­len Leu­ten ge­se­hen zu wer­den. Und sie passt wun­der­bar zu mei­nem Sohn. Auch wenn sie mich da­von über­zeu­gen muss­te.»

Ju­lia Ro­berts, wie­so muss­ten Sie den Re­gis­seur über­re­den, sei­nen Sohn zu en­ga­gie­ren?

Ach, die bei­den ha­ben sich ir­gend­wie vor­ge­nom­men, nie mit­ein­an­der zu ar­bei­ten. Es gibt ei­ne lan­ge Ver­si­on der Ge­schich­te, die kur­ze geht so: Ich ha­be dem Re­gis­seur ein Fo­to mit mei­nem ei­ge­nen Sohn ge­schickt und ge­schrie­ben: Sieh mal, wie gut ich es mit Rot­haa­ri­gen kann.

Ma­chen Sie das öf­ter?

Nein. Aber ich en­ga­gie­re mich im­mer ganz. Da ge­hö­ren ge­wis­se Vor­schlä­ge da­zu.

Wol­len Sie mit die­sem Film und der Se­rie «Ho­me­co­m­ing» ih­re Kar­rie­re neu de­fi­nie­ren?

Se­hen Sie das so? Mei­ne letz­te ro­man­ti­sche Ko­mö­die ha­be ich doch vor ge­fühlt zwan­zig Jah­ren ge­spielt. Das ist eher ein Jour­na­lis­ten­ding: Es stimmt, dass ich sel­te­ner spie­le, weil ich ein­fach ger­ne zu Hau­se bin, dort auch ge­nug zu tun ha­be. Wenn ich dann mal raus­kom­me, heisst es gleich, dass ich die Kar­rie­re neu lan­cie­re. Ich se­he das als Kon­ti­nu­um.

Auch wenn Sie erst­mals die Haupt­rol­le in ei­ner Se­rie spie­len?

Für mich ist es das Glei­che. Es gibt ja die­ses neu­eng­li­sche Wort, plat­form agnostic, das heisst, es spielt kei­ne Rol­le, in wel­cher Form gu­te Ge­schich­ten er­zählt wer­den. Dar­über hat man ja so­wie­so kei­ne Kon­trol­le mehr, Spiel­fil­me schau­en vie­le

Newspapers in German

Newspapers from Switzerland

© PressReader. All rights reserved.