Fe­de­rer führt das Fähn­lein der sie­ben Auf­rech­ten

SonntagsZeitung - - TENNIS -

Ne­ben dem Ti­tel­ver­tei­di­ger star­ten sechs wei­te­re Schwei­zer ins Aus­tra­li­an Open – für ei­ni­ge ist schon die Teil­nah­me ein Er­folg

Sie­ben Schwei­zer ste­hen im Haupt­feld des Aus­tra­li­an Open, drei mehr als vor ei­nem Jahr. Al­len vor­an Ro­ger Fe­de­rer, der sei­nen ers­ten Ti­tel-hattrick in Aus­tra­li­en an­strebt und mit sei­ner 20. Teil­nah­me den Re­kord von Lley­ton He­witt ein­stellt. Die Jagd auf sei­nen 100. Tur­nier­sieg be­ginnt in der Night­ses­si­on des Mon­tags (et­wa 10.30 Uhr MEZ) ge­gen den Us­be­ken De­nis Ist­o­min. Ge­gen die Num­mer 99 führt er 6:0 – al­ler­dings ist es erst zwei Jah­re her, seit Ist­o­min an die­sem Tur­nier No­vak Djo­ko­vic schlug.

Von den sie­ben Schwei­zern ka­men mit Aus­nah­me von Ste­fa­nie Vö­ge­le al­le im neu­en Jahr schon zu Er­folgs­er­leb­nis­sen. Fe­de­rer ver­tei­dig­te den Hop­man-cup-ti­tel mit Be­lin­da Ben­cic, die dar­auf in Ho­bart die Halb­fi­nals er­reich­te. Die best­klas­sier­te Schwei­ze­rin star­tet eben­falls am Mon­tag, wo­durch ihr nur ein vol­ler Tag zur Vor­be­rei­tung der Par­tie ge­gen Ka­te­ri­na Si­nia­ko­va bleibt.

Die Zürche­rin Vik­to­ri­ja Golubic und der Schaff­hau­ser Hen­ri Laak­so­nen über­stan­den der­weil das Qua­li­fi­ka­ti­ons­tur­nier, wo­mit ih­nen be­reits das Erst­run­den­preis­geld von um­ge­rech­net 52 000 Fran­ken si­cher ist. Für den 26-jäh­ri­gen Laak­so­nen be­deu­tet das Über­ste­hen ei­nes Grand-slam­vor­tur­niers ei­ne Pre­mie­re. «Mein Gr­und­ni­veau ist bes­ser als letz­tes Jahr. Da­mals wa­ren mei­ne schlech­ten Ta­ge wirk­lich schlecht», sagt er.

Bacs­in­sz­ky mit neu­em Coach und neu­er Mo­ti­va­ti­on

Die Lau­san­ner Stan Wa­wrin­ka und Ti­mea Bacs­in­sz­ky stan­den im Ja­nu­ar bei­de schon in ei­nem Vier­tel­fi­nal, der Mel­bourne-cham­pi­on von 2014 in Do­ha, Bacs­in­sz­ky ver­gan­ge­ne Wo­che in Syd­ney. Für ih­re Sie­ge ge­gen Ana­st­a­sia Se­was­to­wa und Sam Sto­sur stand sie über fünf St­un­den im Ein­satz. «Da­nach schmerz­te zwar der Rü­cken et­was, aber das war nor­mal. Ich bin kör­per­lich wie­der gut in Form», sag­te Bacs­in­sz­ky ges­tern in Mel­bourne. Wie Wa­wrin­ka hat sie sich nach ei­ner Ope­ra­ti­on aus den Nie­de­run­gen der Welt­rang­lis­te hoch­ge­kämpft. Mit­te Ju­li 2018 war sie noch auf Rang 761 zu fin­den, mor­gen wird sie be­reits wie­der un­ter den Top 150 auf­tau­chen.

In­zwi­schen weiss die 29-Jäh­ri­ge, dass sie nach der Hand­ope­ra­ti­on letz­tes Jahr zu schnell auf die Tour zu­rück­ge­kehrt ist. «Ich hät­te mir min­des­tens drei Mo­na­te mehr Zeit ge­ben müs­sen.» Am Aus­tra­li­an Open star­tet sie dank ei­nem ge­schütz­ten Ran­king im Haupt­feld, wo sie mit Daria Kas­sat­ki­na auf ei­ne Top-ten-spie­le­rin trifft.

Sie freue sich enorm, wie­der in Mel­bourne spie­len zu kön­nen, sagt Bacs­in­sz­ky. Erst­mals an ih­rer Sei­te ist der 38-jäh­ri­ge Fran­zo­se Sté­pha­ne Ro­bert, ein frü­he­rer Top50-spie­ler, des­sen Kar­rie­re am Aus­lau­fen ist (er ist noch die Num­mer 198). Weil ihr bis­he­ri­ger Coach, Er­fan Dja­han­gi­ri, aus fa­mi­liä­ren Grün­den nicht mehr so viel rei­sen will, muss­te sie ei­ne neue Lö­sung fin­den. «In den Fe­ri­en in An­der­matt hat­te ich plötz­lich die Er­leuch­tung, dass Sté­pha­ne Ro­bert zu mir pas­sen könn­te», er­zählt sie. Das ers­te ge­mein­sa­me Trai­ning fand ges­tern ab­seits des Mel­bourne Park in ei­ner ex­ter­nen An­la­ge statt. «Wir woll­ten weg vom gros­sen Rum­mel.» Die­ser kommt noch früh ge­nug. Djo­ko­vic (SRB/1) - Med­we­dew (RUS/15) Fo­gni­ni (ITA/12) - Nis­hi­ko­ri (JPN/8) A. Zverev (GER/4) - Rao­nic / Wa­wrin­ka (59) Co­ric (CRO/11) - Thiem (AUT/7)

Ci­lic (CRO/6) - Chat­scha­now (RUS/10) Tsit­si­pas (GRE/14) - Fe­de­rer (3)

An­der­son (RSA/5) - Is­ner (USA/9)

Ed­mund (GBR/19) - Na­dal (ESP/2)

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