Un­be­que­me Ak­tio­nä­re

SonntagsZeitung - - WIRTSCHAFT - Sen­tis Ca­pi­tal

gibt sich äus­serst kri­tisch ge­gen­über der Füh­rung von Mey­er Bur­ger. Trotz­dem er­höh­te sie ih­re Be­tei­li­gung in den letz­ten Ta­gen auf 7,03 Pro­zent. Im Früh­jahr ver­senk­te Sen­tis Ca­pi­tal ge­mein­sam mit den Ver­gü­tungs­be­richt. Seit­her ha­be es ver­schie­dent­lich Ge­sprä­che mit den Ak­tio­nä­ren ge­ge­ben, sagt Pres­se­spre­che­rin In­grid Carstensen. Man wol­le auf den Brief von Sen­tis nicht nä­her ein­ge­hen, er ent­hal­te nichts Neu­es.

Ethos

je­ne des Ver­wal­tungs­rats um über 200000 Fran­ken – ob­wohl das Un­ter­neh­men 2016 nur knapp dem Kon­kurs ent­gan­gen war und not­fall­mäs­sig ei­ne Ka­pi­tal­er­hö­hung durch­füh­ren muss­te.

An der Bör­se ist das Thu­ner Un­ter­neh­men noch 445 Mil­lio­nen wert. Beim Bör­sen­gang im No­vem­ber 2006 galt es als Hoff­nungs­trä­ger für die Schwei­zer So­lar­in­dus­trie. Das hat sich stark ge­än­dert. 994 Mil­lio­nen Fran­ken er­hielt Mey­er Bur­ger bis heu­te von sei­nen Ak­tio­nä­ren, wie Sen­tis in ih­rem Brief an die Ver­wal­tungs­rä­te schreibt. Da­von sei­en 745 Mil­lio­ nen ver­nich­tet wor­den, der Gross­teil im Zu­sam­men­hang mit zwei Gross­ak­qui­si­tio­nen in den Jah­ren 2009/2010. Da­mals kauf­te Mey­er Bur­ger Dia­mond Wi­re und 3S für to­tal 433 Mil­lio­nen Fran­ken. Der gröss­te Teil der über­nom­me­nen Fir­men wur­de seit­her wie­der ver­kauft, im Fall von 3S an den ehe­ma­li­gen Be­sit­zer.

Da­zu Sen­tis: «Ganz er­staun­lich ist die Trans­ak­ti­on mit 3S, da die­se Ge­sell­schaft am En­de an ei­nen der ur­sprüng­li­chen Ver­käu­fer zu­rück­ver­kauft wur­de. Die­ser durf­te das 3S­ge­schäft, das Mey­er Bur­ger nur acht Jah­re vor­her für 346,9 Mil­lio­ nen Fran­ken ge­kauft hat­te, für ei­nen Preis von 0,2 Mil­lio­nen zu­rück­kau­fen.» Die Tat­sa­che, dass Tei­le von 3S bei Mey­er Bur­ger ver­blie­ben, än­de­re nichts We­sent­li­ches am Miss­er­folg der Trans­ak­ti­on, und die­ser sei auf das Ver­sa­gen des Ver­wal­tungs­rats und ins­be­son­de­re sei­nes Über­nah­me­aus­schus­ses bei der Prü­fung der In­ves­ti­tio­nen zu­rück­zu­füh­ren. Vo­gel war im­mer Mit­glied des Aus­schus­ses. Des­halb sei es un­zu­mut­bar, dass er wei­ter im VR ver­blei­be, meint Karl. Das­sel­be gel­te für den Rest der lang­jäh­ri­gen Ver­wal­tungs­rä­te.

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