Rick­li stellt Hei­ni­ger ein Ul­ti­ma­tum

Tages Anzeiger - - Vorderseit­e -

An­schub­fi­nan­zie­rung Der Streit um die Rück­zah­lung ei­nes Vor­schus­ses des Kan­tons an die pri­va­te Fir­ma Ax­s­a­na es­ka­liert. Ges­tern hat Ge­sund­heits­di­rek­to­rin Na­ta­lie Rick­li (SVP) ih­rem Amts­vor­gän­ger Tho­mas Hei­ni­ger (FDP), der Ver­wal­tungs­rats­prä­si­dent der Ax­s­a­na ist, ei­ne Frist ge­setzt. Bis 26. Sep­tem­ber muss die Ax­s­a­na 1,04 Mil­lio­nen Fran­ken zu­rück­er­stat­ten. 3,75 Mil­lio­nen hat­te der Kan­ton, noch mit Hei­ni­ger im Re­gie­rungs­rat, der Ax­s­a­na als An­schub­fi­nan­zie­rung über­wie­sen, um ein Sys­tem für elek­tro­ni­sche Pa­ti­en­ten­dos­siers auf­zu­bau­en. Ei­ne Be­din­gung: Die Hälf­te zahlt die Fir­ma zu­rück, so­bald sie Bun­des­gel­der er­hält. Ei­ne Teil­zah­lung aus Bern ist er­folgt, wes­halb Rick­li ei­nen Teil des Vor­schus­ses zu­rück­for­dert. Ei­ne klä­ren­de Sit­zung mit Rick­li und Hei­ni­ger hat am Di­ens­tag kei­ne Ei­ni­gung ge­bracht. Die Ax­s­a­na fühlt sich dü­piert, weil Rick­li das «ver­trau­li­che Ge­spräch» pu­blik ge­macht hat. Die Fir­ma bie­tet dem Kan­ton ei­ne An­zah­lung zwi­schen 500 000 und 1 Mil­li­on Fran­ken. Als Al­ter­na­ti­ve könn­te sich die Ax­s­a­na ei­ne ganz neue Ver­ein­ba­rung vor­stel­len. Ax­s­a­na-chef Sa­mu­el Eg­lin be­teu­ert, die Fir­ma sei li­quid.

Us­ter/ Wet­zi­kon Die ge­plan­te Fu­si­on der Spi­tä­ler Us­ter und Wet­zi­kon ist ei­nen Schritt wei­ter: Die Ak­tio­nä­re der GZO ha­ben den in­ter­kom­mu­na­len Ver­trag gut­ge­heis­sen, das Spi­tal Wet­zi­kon ist so­mit zur Fu­si­on be­reit. In Us­ter ist das Pro­ze­de­re kom­pli­zier­ter, weil dort ein Zweck­ver­band das Spi­tal be­treibt. Zu­erst muss nun ei­ne De­le­gier­ten­ver­samm­lung über den Ver­trag be­fin­den – im Mai 2020 wer­den die ein­zel­nen Ge­mein­den ab­stim­men. Nur wenn al­le zu­stim­men, kann die Spi­tal­fu­si­on er­fol­gen.

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