Ge­fäng­nis­se we­ni­ger aus­ge­las­tet, aber mehr Schlä­ge­rei­en

Zürcher Unterländer - - Zürich -

Die Auf­ent­halts­ta­ge in den 13 In­sti­tu­tio­nen des Zürcher Jus­tiz­voll­zugs sind 2017 ge­gen­über dem Vor­jahr leicht ge­sun­ken. Die Aus­las­tung der über 1300 Plät­ze lag bei 87,8 Pro­zent (Vor­jahr 89 Pro­zent). «Wir sind sta­bil un­ter­wegs», sagt Thomas Man­hart, Chef des Amts für Jus­tiz­voll­zug. Ei­ner der Grün­de sei wohl, dass die Kri­mi­na­li­tät all­ge­mein ab­ge­nom­men ha­be. Zu­frie­den ist Man­hart auch, weil 2017 spek­ta­ku­lä­re Fäl­le und Pan­nen aus­blie­ben; 2016 sorg­ten die Kesb-Ak­ten, die im Pöschwies lan­de­ten, so­wie der Fall Ki­ko/Mag­di­ci für Schlag­zei­len. 2017 floh da­ge­gen nie­mand aus ei­nem Zürcher Ge­fäng­nis. Und der Tsche­che, der letz­ten Mo­nat aus dem Ge­fäng­nis Hor­gen ent­kam und sich da­bei ver­letz­te, wur­de gleich wie­der ge­fasst. Zu­dem kam es nur noch drei­mal vor, dass je­mand im ge­schlos­se­nen Re­gime nicht mehr aus dem Ur­laub zu­rück­kehr­te (9 im Jahr 2016). Zu­ge­nom­men ha­ben da­ge­gen schwe­re Dis­zi­pli­nar­ver­ge­hen wie et­wa Schlä­ge­rei­en. 2017 gab es wie 2016 ei­nen Sui­zid in den Zürcher Ge­fäng­nis­sen. 2015 wa­ren es fünf.

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