Kinderzoo plant neu­es Ota­ri­um

Die «Linth-Zei­tung» kün­dig­te am Mitt­woch mit ei­nem Ar­ti­kel ein neu­es Ota­ri­um in Knies Kinderzoo in Rap­pers­wil an. Di­rek­tor Fran­co Knie äus­sert sich nun zu den Plä­nen.

Zürcher Unterländer - - Zürich - Da­vid Kilchör

Die Him­ma­pan Log­de brach­te Knies Kinderzoo 2015 in die Welt der Ev­ent­gas­tro­no­mie. Nun könn­te ein wei­te­rer Schritt in die­se Rich­tung er­fol­gen, wie die «Linth-Zei­tung» in ei­nem Ar­ti­kel schreibt. Ein neu­es Ota­ri­um sol­le künf­tig nicht nur für Tier­shows die­nen, son­dern für An­läs­se ver­schie­de­ner Art. Der Zei­tung wür­den un­ver­öf­fent­lich­te Bau­plä­ne vor­lie­gen, wie die­se schreibt.

Die­ser Er­satz­neu­bau se­he Kon­zer­te, Ban­ket­te, Ga­la­di­ners oder Work­shops vor, heis­se es in den Plä­nen. Of­fen­bar wur­den An­woh­ner des Süd­quar­tiers in Rap­pers­wil-Jo­na be­reits vor ei­ni­gen Wo­chen über Bau­plä­ne in­for­miert. Tho­mas Fur­rer, Bau­chef von Rap­pers­wil-Jo­na, be­stä­tig­te der Zei­tung ge­gen­über den Ein­gang ei­nes Bau­ge­suchs. Fran­co Knie se­ni­or in­des be­stä­tig­te le­dig­lich, dass das Pro­jekt in der Ent­wick­lungs­pha­se sei. Vom Ver­wal­tungs­rat sei es noch nicht ab­ge­seg­net.

Rie­se mit Ta­schen­tuch

Laut Bau­plä­nen soll be­reits im Herbst 2019 mit dem Bau be­gon­nen wer­den. Ge­plant sei ein Ge­bäu­de, das vom Um­fang her dem heu­ti­gen Ota­ri­um ent­spre­che, aber wo­mög­lich hö­her wür­de. Auf den Bau­plä­nen, die auf Ju­li 2018 da­tiert sind, soll ei­ne Art Turm von über 20 Me­tern Hö­he vor­ge­se­hen sein. Ei­ner Vi­sua­li­sie­rung, die der Re­dak­ti­on vor­liegt, ist zu ent­neh­men, dass der Bau mar­kant und im Ab­schluss dia­go­nal wä­re. Die Ober­flä­che des Turms wirkt glän­zend. Ei­ne Ver­tre­te­rin des Süd­quar­tier­ver­eins sagt, Knie ha­be den Bau an der In­fo­ver­an­stal­tung mit den Wor­ten be­schrie­ben: «als wür­de ein Rie­se ein Ta­schen­tuch hoch­he­ben».

Fran­co Knie se­ni­or be­stä­tigt ge­gen­über der «Linth-Zei­tung» zwar, dass der An­lass statt­ge­fun­den ha­be. Al­ler­dings wis­se man noch nicht, wie das Ge­bäu­de äus­ser­lich der­einst aus­se­hen wer­de. Er be­strei­tet je­den­falls die glän­zen­de Ober­flä­che und sagt, die­se wer­de matt, da man das Um­feld re­spek­tie­ren wol­le. Man ste­he dies­be­züg­lich auch mit der Vo­gel­war­te Sem­pach in Kon­takt. Knie sagt, man wol­le sich nicht in Rich­tung Ver­gnü­gungs­park ent­wi­ckeln. Der Neu­bau wer­de viel we­ni­ger mar­kant als der jet­zi­ge Bau.

Ein «must see and be»

Bei der Stadt heisst es, der Neu­bau sei ein mu­ti­ger, in­no­va­ti­ver Ent­wurf, der sich zu ei­nem «must see and be» der Stadt ent­wi­ckeln könn­te. Bau­chef Fur­rer sagt, die Stadt­bild­kom­mis­si­on ha­be sich be­reits mit dem Pro­jekt be­fasst und es sehr po­si­tiv kom­men­tiert.

Ob der Stadt und der «Lin­thZei­tung» die­sel­ben Bau­un­ter­la­gen vor­la­gen, er­schliesst sich aus dem Ar­ti­kel nicht. Es schei­nen aber an­de­re Un­ter­la­gen zu sein als je­ne, von de­nen Knie ge­gen­über der «Linth-Zei­tung» sprach und auf An­fra­ge auch ge­gen­über der Re­dak­ti­on die­ses Me­di­ums. Knie spricht, in Be­zug auf den Ar­ti­kel der «Linth-Zei­tung», von teils gro­tes­ken Aus­sa­gen und Spe­ku­la­tio­nen. Die Plä­ne, die der Zei­tung vor­lä­gen, stamm­ten nicht von den Knies sel­ber. «Wir kom­mu­ni­zie­ren trans­pa­rent. Wenn die Bau­plä­ne kon­kret sind, ge­hen wir so­fort auf die Me­di­en zu.»

Gut mög­lich, dass sich die Plä­ne mitt­ler­wei­le ge­än­dert ha­ben. Die Süd­quar­tier­an­woh­ner je­den­falls kön­nen da­zu nicht viel sa­gen, denn Aus­se­hen und Form des Ge­bäu­des sei­en am In­fo­an­lass kaum ein The­ma ge­we­sen, sagt ein Mit­glied des Quar­tier­ver­eins. Das Pro­jekt sei ins­ge­samt po­si­tiv auf­ge­nom­men wor­den, nur die Bau­ar­bei­ten hät­ten für Be­den­ken ge­sorgt. Aus­ser­dem auch die künf­ti­ge Nut­zung des Er­satz­neu­baus. Der sol­le – je nach Be­stuh­lung – 140 bis knapp 400 Per­so­nen fas­sen und auch im Win­ter und am Abend «be­lebt» wer­den.

Kein Am­phi­thea­ter

Knie ha­be al­ler­dings ver­spro­chen, kei­ne all­abend­li­chen An­läs­se durch­zu­füh­ren, le­dig­lich in un­re­gel­mäs­si­gen Ab­stän­den, heisst es beim Quar­tier­ver­ein. Zu­dem sol­le der Neu­bau durch Fens­ter und Wän­de schall­dicht ver­schlos­sen sein.

Die «Linth-Zei­tung» kommt zum Schluss, dass die Knies mit dem Neu­bau ihr En­ga­ge­ment im Event­be­reich ver­stärk­ten. Fran­co Knie se­ni­or sagt, in den Me­di­en sei der Bau fast als Am­phi­thea­ter vor­ge­stellt wor­den. «Das ist ab­surd.» Das Pro­jekt sei schlicht noch nicht spruchreif. Ei­ne Me­di­en­mit­tei­lung kom­me, so­bald dies der Fall sei.

Ar­chiv­fo­to: Kurt Heu­ber­ger

Das Ota­ri­um im Kinderzoo soll bald ei­nem Neu­bau wei­chen. Über die kon­kre­te Nut­zung wird der­zeit spe­ku­liert.

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