Der Kan­ton als Vor­bild

Die Arzt­ho­no­ra­re in den Zürcher Stadt­spi­tä­lern Waid und Triem­li sind neu zu re­geln. Vor­erst gel­ten Über­gangs­re­ge­lun­gen.

Zürcher Unterländer - - Zürich - Sda

Die bis­he­ri­ge Ho­no­rar­re­ge­lung für die Zürcher Stadt­spi­tä­ler ist kom­plex. Aus­le­gung und Hand­ha­bung führ­ten zu Schwie­rig­kei­ten und fal­schen Be­rech­nun­gen des Spi­tal­ab­zugs, wie die Stadt ges­tern mit­teil­te. Als die­ser Um­stand kurz vor den Wah­len im Früh­ling of­fen­bar wurde, ver­an­lass­te dies die zu­stän­di­ge Stadt­rä­tin Clau­dia Niel­sen (SP), nicht mehr zu kan­di­die­ren.

Ein neu­es Ent­schä­di­gungs­mo­dell soll bis En­de 2019 er­ar­bei­tet und dann dem Ge­mein­de­rat vor­ge­legt wer­den, heisst es in der Mit­tei­lung. Bis da­hin hat der Stadt­rat ei­ne Über­gangs­lö­sung ver­ab­schie­det, die sich an das kan­to­na­le Ge­setz über die ärzt­li­chen Zu­satz­ho­no­ra­re an­lehnt.

Neu vor­ge­se­hen ist ein fi­xer Spi­tal­ab­zug von 50 Pro­zent. Das heisst, 50 Pro­zent der er­ziel­ten Ho­no­ra­re flies­sen der Be­triebs­rech­nung der Spi­tä­ler zu und 50 Pro­zent den ho­no­r­ar­be­rech­tig­ten Ärz­tin­nen und Ärz­ten. Der Ho­no­ra­r­an­teil der Ärz­te­schaft wie­der­um geht zu 90 Pro­zent in die Ho­no­rar­pools der Kli­ni­ken und In­sti­tu­te. Die rest­li­chen 10 Pro­zent flies­sen in ei­nen Ho­no­rar­pool des Spi­tals, der den Pool Füh­rungs­re­ser­ven er­setzt.

Kei­ne wei­te­re Un­ter­su­chung

Die Fi­nanz­kon­trol­le hat­te für 2015 die Ho­no­rar­ver­bu­chung am Triem­li ge­prüft und be­an­stan­det. Im Sommer hat­te die Stadt mit­ge­teilt, dass Ho­no­ra­re zwar falsch ver­bucht wor­den sei­en, aber we­der der Stadt noch dem Spi­tal ein Scha­den ent­stan­den sei. Bei der Er­ar­bei­tung der Über­gangs­re­ge­lung sind nun aber doch ein­zel­ne Be­le­ge für ei­nen Scha­den ge­fun­den wor­den. Ins­ge­samt sei er aber mi­nim, wie die Ana­ly­se ei­nes Kli­nik­pools für 2014 bis 2016 er­ge­ben ha­be. Ei­ne sol­che Un­ter­su­chung sei auf­wen­dig. Auf ei­ne wei­te­re wird da­her ver­zich­tet.

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