Die Ju­gend re­det mit

Ei­ne On­li­n­eum­fra­ge soll Ju­gend­li­che da­zu mo­ti­vie­ren, mehr in der Ge­mein­de mit­zu­re­den und sie zu Hau­se ak­tiv mit­zu­ge­stal­ten. Die Er­geb­nis­se wer­den En­de März prä­sen­tiert.

Zürcher Unterländer - - Vorderseite - Sam

Seit kur­zem läuft in Rümlang ei­ne On­li­n­eum­fra­ge, die an Ju­gend­li­che zwi­schen 12 und 25 Jah­ren adres­siert ist. Der Ge­mein­de­rat, die Ge­mein­de­ver­wal­tung und die Ju­gend­ar­beit wol­len da­mit her­aus­fin­den, wel­che Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten die jün­ge­ren Ge­ne­ra­tio­nen für ihr Dorf se­hen, in­wie­fern sie sich an po­li­ti­schen Pro­zes­sen be­tei­li­gen und wo sie sich mehr Mit­spra­che wün­schen. Die Um­fra­ge wird bis En­de März aus­ge­wer­tet und pu­bli­ziert. Das Pro­jekt ist Teil des Pro­gramms zur Wei­ter­ent­wick­lung der Kin­der- und Ju­gend­för­de­rung im Kan­ton Zü­rich, das zwi­schen 2018 und 2020 läuft. Es läuft im Auf­trag des Kan­tons und wird vom Bund un­ter­stützt.

Kon­zer­te, ei­ne of­fe­ne Sport­hal­le, bes­se­re Bus­ver­bin­dun­gen und neue Ver­ei­ne – wer Ju­gend­li­chen das Wort er­teilt, was sie sich für die Zu­kunft der ei­ge­nen Ge­mein­de wün­schen, er­hält mit­un­ter die­se Ant­wor­ten. So läuft es seit kur­zem in Rümlang. Ge­mein­de­rat, Ge­mein­de­ver­wal­tung und Ju­gend­ar­beit ha­ben am 7. Ja­nu­ar ei­ne Um­fra­ge lan­ciert, in der 12bis 25-jäh­ri­ge Rüm­lan­ge­rin­nen und Rüm­lan­ger mit­tei­len kön­nen, wie sich die Ge­mein­de ih­rer Mei­nung nach wei­ter­ent­wi­ckeln soll. An­ge­spro­chen ist die­sel­be Al­ters­grup­pe in Ober­glatt – und wel­chen Pass die Ju­gend­li­chen ha­ben, spielt kei­ne Rol­le. Das Vor­ha­ben er­öff­net des­halb auch je­nen oh­ne Schwei­zer Bür­ger­recht ein Sprach­rohr. Die Ge­mein­den Rümlang und Ober­glatt ha­ben ei­nen Aus­län­de­rin­nen­und Aus­län­der­an­teil von je 29,8 re­spek­ti­ve 36,9 Pro­zent.

Teil­neh­men an Ju­gend­ses­si­on

Ziel der Um­fra­ge ist auch, zu er­he­ben, wie sehr Ju­gend­li­che in ih­rem Um­feld be­reits mit­be­stim­men kön­nen und wo sie sich mehr Un­ter­stüt­zung wün­schen. Dem- zu­fol­ge kön­nen Teil­neh­men­de an­ge­ben, wel­che po­li­ti­schen Be­tei­li­gungs­mög­lich­kei­ten sie be­reits ken­nen – und in­wie­fern sie die­se auch zu nut­zen wis­sen. Da­zu könn­te das Mit­wir­ken in ei­ner NGO, die Teil­nah­me an ei­ner Ju­gend­ses­si­on, der Be­such ei­ner Po­di­ums­dis­kus­si­on oder das Aus­üben ei­nes po­li­ti­schen Amts ge­hö­ren. Ge­fragt ist auch ei­ne Ein­schät­zung der Ju­gend­li­chen, ob sie ein Ju­gend­par­la­ment, ei­nen Ju­gend­rat, An­ge­bo­te der Ju­gend­ar­beit oder auch In­ter­net­platt­for­men wie Ea­sy­vo­te nut­zen wür­den. Die po­li­ti­sche Ein­stel­lung bleibt bei den Fra­gen aus­sen vor.

Die Ge­mein­de Rümlang darf ge­spannt sein, was die Ju­gend­li­chen noch ein­ge­ben wer­den. In Bas­sers­dorf lief im No­vem­ber 2018 ei­ne ähn­li­che Um­fra­ge, in der un­terand­e­rem mehr öf­fent­li­che Flä­chen für Graf­fi­ti, län­ge­re Öff­nungs­zei­ten des Ju­gend­treffs und der­sel­be Ein­tritts­preis für Bas­sers­dor­fer Ju­gend­li­che in der Ba­di Nü­rens­dorf ge­for­dert wer­den. In Rümlang bleibt noch Zeit bis am 16. Fe­bru­ar, um an der Um­fra­ge teil­zu­neh­men.

Mehr Flä­chen für Graf­fi­ti

Das Pro­jekt fin­det im Rah­men des Pro­gramms zur Wei­ter­ent­wick­lung der Kin­der- und Ju­gend­för­de­rung im Kan­ton Zü­rich statt, das zwi­schen 2018 und 2020 um­ge­setzt wird. Zu­sam­men mit Bas­sers­dorf, Hom­brech­ti­kon, Wal­li­sel­len und Wan­genB­rüt­ti­sel­len zählt Rümlang zu den Pi­lot­ge­mein­den, in de­nen die Struk­tu­ren und die Pra­xis der Kin­der- und Ju­gend­par­ti­zi­pa­ti­on auf Ge­mein­de­ebe­ne ana­ly­siert wer­den. Die Re­sul­ta­te wer­den in ei­nem Be­richt zu­sam­men­ge­fasst und al­len Kan­to­nen zur Ver­fü­gung ge­stellt. Die Um­fra­ge ist im In­ter­net un­ter www.en­ga­ge.ch/um­fra­ge/rümlang ab­ruf­bar. In­ter­es­sier­te kön­nen sich auch di­rekt an die Ju­gend­ar­beit wen­den, zum Bei­spiel un­ter der Te­le­fon­num­mer 044 817 30 04.

Archivfoto: Her­bert Zim­mer­mann

Rümlang will ge­nau­er wis­sen, was Ju­gend­li­che sich für die Zu­kunft wün­schen.

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