Schweiz hat Kon­ven­ti­on ra­ti­fi­ziert

Zürcher Unterländer - - Zürich - Kel

Die Fach­stel­le Frau­en­han­del und Frau­en­mi­gra­ti­on (FIZ) hat 2017 299 Fäl­le be­treut, rund ein Drit­tel da­von be­traf Sex­ar­bei­te­rin­nen. Die Dun­kel­zif­fer, was den Men­schen­han­del in der Schweiz be­trifft, dürf­te hoch sein.

Das Op­fer­hil­fe­ge­setz legt ei­nen An­spruch auf Schutz und Un­ter­stüt­zung fest. 2013 hat die Schweiz zu­dem die Eu­ro­pa­rats­kon­ven­ti­on zur Be­kämp­fung des Men­schen­han­dels ra­ti­fi­ziert. Da­zu ge­hö­ren ei­ne Er­ho­lungs- und Be­denk­zeit für Be­trof­fe­ne für die Dau­er von min­des­tens 30 Ta­gen. In die­ser Zeit müs­sen sie ent­schei­den, ob sie mit den Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den ko­ope­rie­ren wol­len. Bei ei­ner Aus­sa­ge­ver­wei­ge­rung ge­gen die Tä­ter müs­sen die Op­fer die Schweiz ver­las­sen. Här­te­fall­be­wil­li­gun­gen für ei­nen be­fris­te­ten Auf­ent­halt wer­den nur in Aus­nah­me­fäl­len er­teilt.

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