Geg­ner un­ter sich

Zürichsee-Zeitung (Horgen) - - Vorderseite - Pas­cal Mün­ger

KILCHBERG Was ihr Zen­trum beim Bahn­hof an­be­langt, ste­hen sich in Kilchberg vor der Ab­stim­mung vom 25. No­vem­ber zwei un­ver­söhn­lich schei­nen­de La­ger ge­gen­über. Um die bei­den mit­ein­an­der ins Ge­spräch zu brin­gen, hat die lo­ka­le EVP zu ei­nem Dis­kus­si­ons­abend ge­la­den. An­statt kon­tra­dik­to­risch ist der Abend aber ein­sei­tig ver­lau­fen – denn die Be­für­wor­ter der Zen­trums­vor­la­ge blie­ben fern.

LANGNAU Seit Don­ners­tag wer­den ent­lang der Al­bis­stras­se neue Lärm­schutz­wän­de er­stellt. Da­für sind vor­über­ge­hend zwei Licht­si­gnal­an­la­gen mit Fuss­gän­ger­strei­fen in­stal­liert, die laut dem Ge­mein­de­prä­si­den­ten auch per­ma­nent Sinn ma­chen wür­den.

Das Re­stau­rant Lö­wen ist bei vie­len Langnau­ern be­kannt für die ge­müt­li­che At­mo­sphä­re. We­ni­ger ge­müt­lich geht es hin­ge­gen vor den Tü­ren des Land­gast­hofs zu und her. Die Fahr­zeu­ge auf der Al­bis­stras­se fah­ren nur mit rund zwei Me­ter Ab­stand am Haus vor­bei. Da­zu kommt, dass die Park­plät­ze des Re­stau­rants auf der an­de­ren Stras­sen­sei­te lie­gen und die Gäs­te je­weils die Stras­se que­ren müs­sen.

Et­was wei­ter in Rich­tung Ad­lis­wil, zwi­schen dem Re­stau­rant Lö­wen und dem Schüt­zen­haus, ist die Si­tua­ti­on ei­ne ähn­li­che. An­woh­ner, die dem Post­au­to bei der Hal­te­stel­le Un­te­ral­bis ent­stei­gen, müs­sen die Stras­se que­ren. Da­bei kommt es im­mer wie­der zu ge­fähr­li­chen Si­tua­tio­nen, weil die Pas­sa­gie­re hin­ter dem Post­au­to ste­hen und von Fahr­zeug­len­kern, vom Al­bis­pass kom­mend, erst spät ge­se­hen wer­den. Das grund­sätz­li­che Pro­blem scheint zu sein, dass es an bei­den Stel­len kei­ne of­fi­zi­el­len Que­rungs­mög­lich­kei­ten gibt.

Mög­lich auf­grund der Am­peln

Bis jetzt. Weil der Kan­ton zwi­schen dem Schüt­zen­haus und dem Re­stau­rant Lö­wen neue Lärm­schutz­wän­de er­stel­len lässt und da­durch auch das Trot­toir nicht ge­nutzt wer­den kann, wur­den zwei tem­po­rä­re Fuss­gän­ger­strei­fen er­stellt – just an den bei­den heik­len Stel­len.

Bis zum 21. De­zem­ber kom­men die um­lie­gen­den An­woh­ner und die Be­su­cher des Re­stau­rants Lö- wen al­so in den Ge­nuss ei­ner si­che­re­ren Que­rung der Al­bis­stras­se. Eben­falls er­stellt wur­de ei­ne Licht­si­gnal­an­la­ge, weil der Ver­kehr ein­spu­rig durch die Bau­stel­le ge­führt wer­den muss. Der Langnau­er Ge­mein­de­prä­si­dent Re­to Grau (FDP) sieht Vor­tei­le durch die Fuss­gän­ger­strei­fen: «Die Ver­hält­nis­se auf dem Stre­cken­ab­schnitt sind nicht op­ti­mal, die Fuss­gän­ger- strei­fen sind da­her ei­ne sinn­vol­le Al­ter­na­ti­ve.» Dass die­se je­doch auch nach den Bau­ar­bei­ten be­ste­hen blei­ben kön­nen, be­zwei­felt Grau. «Die Que­rung wird erst durch die Licht­si­gnal­an­la­ge mög­lich, wel­che nach den Bau­ar­bei­ten auch wie­der ent­fernt wird.»

Kei­ne An­fra­ge der Ge­mein­de

Tho­mas Maag, Me­dien­spre­cher des kan­to­na­len Tief­bau­amts, be­stä­tigt, dass die Kan­tons­po­li­zei be­reits ein­mal Fuss­gän­ger­strei­fen an den be­trof­fe­nen Stel­len ge­prüft hat. Dem Wunsch, der von ei­ner pri­va­ten Per­son im Jahr 1998 ge­äus­sert wur­de, konn­te da­mals nicht ent­spro­chen wer­den, weil das Ver­kehrs­auf­kom­men zu ge­ring war. «Ei­ne An­fra­ge der Ge­mein­de Langnau ist dies­be­züg­lich je­doch noch nie ein­ge­gan­gen», sagt Maag. Ei­ne sol­che wür­de da­zu füh­ren, dass die Kan­tons­po­li­zei die Si­tua­ti­on noch­mals neu be­ur­tei­len wür­de.

Fo­to: Mo­ritz Ha­ger

Bis zum 21. De­zem­ber er­mög­li­chen ein Ze­bra­strei­fen und ein Licht­si­gnal die si­che­re Que­rung der Al­bis­stras­se beim Gast­hof zum Lö­wen.

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