Stadt Zü­rich ist be­frem­det

Zürichsee-Zeitung (Horgen) - - Zürich -

STRASSENGESETZ Bür­ger­li­che Kan­tons­rä­te wol­len die Ver­ant­wor­tung der Städ­te Win­ter­thur und Zü­rich im Ver­kehrs­be­reich be­schnei­den. «Mit Be­frem­den» hat der Zürcher Stadt­rat die An­trä­ge auf Än­de­rung des kan­to­na­len Stras­sen­ge­set­zes zur Kennt­nis ge­nom­men, wie er ges­tern mit­teil­te. Er er­war­tet, dass er zur Ver­nehm­las­sung ein­ge­la­den wird. Am Don­ners­tag hat die Kom­mis­si­on für Ener­gie, Ver­kehr und Um­welt des Kan­tons­rats (Ke­vu) ein Bün­del an An­trä­gen in die Rats­post ge­ge­ben. Ge­mäss ih­nen sol­len Zü­rich und Win­ter­thur bei Bau­vor­ha­ben auf Kan­tons­stras­sen, die mehr als sechs Mil­lio­nen Fran­ken kos­ten, nicht mehr al­lein für die Pla­nung zu­stän­dig sein. Streit­punk­te zwi­schen Kan­ton und Stadt sind zum Bei­spiel Spur­ab­bau und Tem­po 30.

Voll­um­fäng­lich da­ge­gen

Der Zürcher Stadt­rat spricht sich voll­um­fäng­lich ge­gen die be­an­trag­te neue Kom­pe­tenz­re­ge­lung aus. Die An­trä­ge der Ke­vu-Mehr­heit ziel­ten dar­auf ab, die be­währ­te Auf­ga­ben­tei­lung auf­zu­ge­ben und den zwei Städ­ten die ih­nen zu­ste­hen­de Ver­ant­wor­tung zu ent­zie­hen. Nach Auf­fas­sung des Zürcher Stadt­ra­tes wä­ren die Fol­gen In­ef­fi­zi­enz und un­ge­klär­te Schnitt­stel­len. Es droh­ten kom­pli­zier­te Ver­fah­ren und Rechts­fra­gen. Denn als Ei­gen­tü­me­rin der Stras­sen, ein­schliess­lich Glei­sen, Ver­kehrs­steue­rung und Werk­lei­tun­gen, wür­de die Stadt wei­ter­hin für vie­les die Ver­ant­wor­tung tra­gen.

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