«Es gibt ei­ne erns­te Ge­fahr»

Zürichsee-Zeitung (Horgen) - - Leserbriefe - Hans­pe­ter Büchi, Stä­fa

Zu «Is­ra­el will die Go­l­an­hö­hen ‹nie­mals ver­las­sen›»

Aus­ga­be vom 8. Ja­nu­ar

Is­ra­el muss die Go­l­an­hö­hen nicht ver­las­sen. War­um? Im Sechs­ta­ge­krieg 1967 hat Is­ra­el den stra­te­gisch wich­ti­gen Go­lan er­obert. Dies auch, weil die dort po­si­tio­nier­te sy­ri­sche Ar­til­le­rie wäh­rend Jah­ren re­gel­mäs­sig Tei­le Nord­is­ra­els be­schos­sen hat­te. Da­mit war nun Schluss. Wie Ste­phen Schwe­bel, ehe­ma­li­ger Prä­si­dent des In­ter­na­tio­na­len Ge­richts­hofs, fest­stell­te, darf ein Staat frem­des Ter­ri­to­ri­um be­setzt hal­ten, wenn dies zu sei­ner Ver­tei­di­gung er­for­der­lich ist. Ei­ne Rück­ga­be an Sy­ri­en be­deu­te­te er­neut Ge­fahr. Wenn Frau Fö­derl-Schmid die Frie­dens­ver­trä­ge Is­ra­els mit Jor­da­ni­en und Ägyp­ten er­wähnt, gilt es, zu be­ach­ten, dass die­se aus is­la­mi­scher Sicht al­len­falls ei­nem Waf­fen­still­stand gleich­kom­men, mehr nicht. Frie­de herrscht im Is­lam dann, wenn ein Ge­biet un­ter der Scha­ria steht. Ei­ne erns­te Ge­fahr für Is­ra­el be­deu­tet die His­bol­lah im Li­ba­non, die mit ira­ni­scher Un­ter­stüt­zung Zehn­tau­sen­de Ra­ke­ten an der Süd­gren­ze ge­gen Is­ra­el be­reit­hält.

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