Das Klein­ge­druck­te im Su­per­ver­trag mit der EU

34 Ver­trags­sei­ten re­geln die künf­ti­ge Über­nah­me von EU-Recht, den Ein­fluss der frem­den Rich­ter und den Schwei­zer Lohn­schutz.

Zürichsee-Zeitung (Meilen) - - Schweiz - Beim Lohn­schutz gibt es Aus­nah­men.

Über vier Jah­re wur­de ver­han­delt, über vier Jah­re wur­de dar­über ge­strit­ten, oh­ne dass der In­halt be­kannt war. Jetzt hat der Bun­des­rat das Rah­men­ab­kom­men ver­öf­fent­licht. Das ist der In­halt:

Das In­sti­tu­tio­nel­le Ab­kom­men (InstA) re­gelt über­grei­fen­de Fra­gen zu den bi­la­te­ra­len Ver­trä­gen – ins­be­son­de­re, wie die Schweiz künf­ti­ge Än­de­run­gen von EU-Recht über­nimmt und was im Kon­flikt­fall pas­siert. Das 34sei­ti­ge Ver­trags­werk be­steht aus dem Ab­kom­men, drei Zu­satz­pro­to­kol­len und drei po­li­ti­schen Er­klä­run­gen.

Die Schweiz hat über 120 bi­la­te­ra­le Ver­trä­ge mit der EU. Das Ab­kom­men be­trifft aber nur fünf Ver­trä­ge, die der Schweiz den Zu­gang zum EU-Markt si­chern: die Ab­kom­men zu Per­so­nen­frei­zü­gig­keit, Land­ver­kehr, Luft­ver­kehr, den tech­ni­schen Han­dels­hemm­nis­sen und Land­wirt­schaft. Eben­falls un­ter das InstA fal­len künf­ti­ge Markt­zu­gangs­ab­kom­men, et­wa das ge­plan­te Strom­ab­kom­men.

Dar­um geht es. Der Gül­tig­keits­be­reich. Die frem­den Rich­ter Mit­spra­che.

Wei­ter­hin kann die Schweiz über neu­es EU-Recht nicht mit­be­stim­men. Neu muss sie von der EU aber vor­ab kon­sul­tiert wer­den.

Fo­to: Urs Jau­das

Häm­mern nicht für je­den Preis:

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