Är­ger um Airb­nb-An­ge­bo­te

Wer Un­ter­künf­te an Tou­ris­ten ver­mie­ten will, muss die Zo­nen­ord­nung be­ach­ten. In Stäfa ha­ben zwei An­bie­ter, die ih­re Räu­me in der In­dus­trie­zo­ne ver­mie­te­ten, nun Är­ger.

Zürichsee-Zeitung (Meilen) - - Vorderseite - Phil­ip­pa Schmidt

Auf ein­schlä­gi­gen In­ter­net­por­ta­len fin­den sich ei­ni­ge Mög­lich­kei­ten für Über­nach­tun­gen in Stäfa: von ei­ner Fe­ri­en­woh­nung di­rekt am Ha­fen über den tra­di­tio­nel­len Gast­hof Metzg bis zum «Hou­se of Har­mo­ny». Har­mo­nie herrscht in Stäfa be­züg­lich kom­mer­zi­el­ler Über­nach­tungs­an­ge­bo­te der­zeit aber gar nicht. Zu­min­dest wenn es um Un­ter­künf­te in der so­ge­nann­ten In­dus­trie­zo­ne geht. Der­zeit lau­fen zwei Ver­fah­ren ge­gen Bed-&-Break- fast-Be­trei­ber we­gen der Be­her­ber­gung in In­dus­trie­zo­nen, wie die NZZ kürz­lich schrieb. Dies, weil Anzeige er­stat­tet wor­den ist, wie der Stäf­ner Ge­mein­de­prä­si­dent Chris­ti­an Halt­ner (FDP) be­stä­tigt. An­ders als in Ge­wer­beund Wohn­zo­nen, wo die kom­mer­zi­el­le Be­her­ber­gung laut Halt­ner grund­sätz­lich zu­läs­sig ist, ist dies in In­dus­trie­zo­nen in Stäfa nicht der Fall. Vom Kan­ton aus ist das Woh­nen in ei­nem be­grenz­ten Rah­men in In­dus­trie­zo­nen zwar zu­läs­sig, aber der letz­te Ent­scheid liegt bei den Ge­mein­den.

Bei ei­ner der Gast­ge­be­rin­nen gärt der Kon­flikt mit der Ge­mein­de schon lan­ge. Klar ist, dass die Frau be­reits seit 2006 Rä­um­lich- kei­ten im Ge­bäu­de der ehe­ma­li­gen Mett­ler-To­le­do-Fa­b­rik im­mer wie­der an Gäs­te ver­mie­tet. Auch ak­tu­ell bie­tet sie auf ih­rer Web­site so­wie auf dem On­li­ne­bu­chungspor­tal Airb­nb ein Lof­tStu­dio an. Ob sie das darf, dar­über sind sich die Ver­mie­te­rin und die Ge­mein­de un­eins. Die Fra­ge, ob es in die­sem Fall Aus­nah­men bei der kom­mer­zi­el­len Be­her­ber­gung von Gäs­ten in der In­dus­trie­zo­ne gibt, ver­neint Halt­ner und ver­weist auf das kan­to­na­le Recht, die gel­ten­de Bau- und Zo­nen­ord­nung und den Gestal­tungs­plan für das ehe­ma­li­ge Mett­ler-Are­al. Al­ler­dings war auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Be­hör­den der Frau ge­gen­über nicht im­mer ein­deu­tig.

Wäh­rend der nächs­ten zwei Wo­chen fin­den ent­lang der Au­to­bahn A 3 zwi­schen Thal­wil und Wä­dens­wil Un­ter­halts­ar­bei­ten statt. Wie das Bun­des­amt für Stras­sen auf An­fra­ge mit­teilt, han­delt es sich da­bei um Grün­pfle­ge- und Hol­zungs­ar­bei­ten.

Von nächs­tem Mon­tag bis Frei­tag wird da­zu in bei­den Fahrt­rich­tun­gen auf ei­ni­gen Hundert Me­tern je ei­ne Fahr­bahn ge­sperrt, dies je­weils zwi­schen 9 Uhr und 16 Uhr. Zwi­schen Mon­tag, 21. Ja­nu­ar, und Frei­tag, 25. Ja­nu­ar, ist in Fahrt­rich­tung Chur ein Ab­schnitt von 2,8 Ki­lo­me­tern be­trof­fen. Dann ist aber le­dig­lich ei­ne Fahr­bahn­ver­en­gung nö­tig und kein Spur­ab­bau. ham

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