Hirz­ler Schü­ler ha­ben sich an der Sek Hor­gen ein­ge­lebt

Die gröss­te Sor­ge im Hir­zel be­traf die Schlies­sung der dor­ti­gen Se­kun­dar­schu­le mit der Ein­ge­mein­dung.

Zürichsee-Zeitung (Meilen) - - Zürichsee -

Die Se­kun­dar­schu­le sol­le im Hir­zel blei­ben, Fu­si­on hin oder her. Das päd­ago­gi­sche Mo­dell mit ge­glie­der­ter Sek – im Un­ter­schied zur drei­tei­li­gen Sek in Hor­gen – bei­zu­be­hal­ten, nann­te die «In­ter­es­sen­ge­mein­schaft zur Er­hal­tung der Se­kun­dar­schu­le» vor dem Zu­sam­men­schluss mit Hor­gen als trei­ben­den Mo­ti­va­ti­ons­grund für ihr Tun. Sie blieb aber er­folg­los in ih­ren Be­mü­hun­gen. Seit Som­mer 2018 ge­hen 56 Hirz­ler Se­kun­dar­schü­ler in Hor­gen zur Schu­le. IG-Spre­cher Hans­jürg Pe­ri­no hat­te sei­ne Mei­nung be­reits im Herbst 2016 nach ei­nem Tag der of­fe­nen Tür in der Se­kun­dar­schu­le Hor­gen, den er zu­sam­men mit sei­nem Sohn zur Be­sich­ti­gung ge­nutzt hat­te, re­vi­diert. Sie sei­en bei­de po­si­tiv über­rascht ge­we­sen. Die­se Po­si­ti­vi­tät ist bis heu­te nicht ver­flo­gen: Sei­nem Sohn, der die zwei­te Sek A be­su­che, ge­he es in Hor­gen gut, auch wenn der Schul­weg nun län­ger sei und er dem­ent­spre­chend frü­her auf­ste­hen müs­se.

Teils Start­schwie­rig­kei­ten

Der Lei­ter des Schul­se­kre­ta­ri­ats, Ro­ger Herr­mann, hat von be­stimm­ten Klas­sen ge­hört, in de­nen Hirz­ler zu Be­ginn «In­te­gra­ti­ons­pro­ble­me» ge­habt hät­ten. Ein bis zwei El­tern hät­ten dies ver­lau­ten las­sen. Bei sich neu bil­den­den Klas­sen aus Pri­mar­schul­über­tre­tern ha­be es hin­ge­gen kei­ne Schwie­rig­kei­ten ge­ge­ben.

Von An­fangs­schwie­rig­kei­ten weiss auch Urs Gy­ger, Prä­si­dent des Dorf­ver­eins Hir­zel, zu be­rich­ten. Er hat ei­ne Toch­ter, die in Hor­gen die drit­te Sek be- sucht. Ihr ge­he es dort gut, doch wis­se er, dass ei­ni­ge et­was län­ger ge­braucht hät­ten, um sich in die­ser «an­de­ren Welt» ein­zu­glie­dern. In der Sek Hor­gen sei al­les viel grös­ser und der Un­ter­richt streng.

Schluss mit «La­ri­fa­ri­be­trieb»

Sei­ne Fa­mi­lie sei der Ve­rän­de­rung aber stets po­si­tiv ge­gen­über­ge­stan­den, sagt Gy­ger. Den ge­glie­der­ten Se­kun­dar­klas­sen im Hir­zel hat­te er näm­lich nie viel ab­ge­win­nen kön­nen: «Das war ein La­ri­fa­ri­be­trieb und brach­te nichts. Wer Kin­der in der Sek Hir­zel hat­te, wuss­te das.»

Auch wenn sich die Hirz­ler Se­kun­dar­schü­ler in Hor­gen ein­ge­lebt zu ha­ben schei­nen: Vom ex­tra ein­ge­führ­ten Mit­tags­bus um 11.50 Uhr in den Hir­zel ma­chen sie laut Pe­ri­no, Herr­mann und Gy­ger ger­ne Ge­brauch. cob

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