Wal­li­sel­ler Bra­che wird tem­po­rär zum Bi­ke­park

Das Bau­ge­such für ei­nen tem­po­rä­ren Bi­ke­park liegt der­zeit auf.

Zürcher Unterländer - - Vorderseit­e - Auf die­ser Bra­che soll der Bi­ke­park ent­ste­hen. Alex­an­der Lan­ner

Wal­li­sel­len Nun ist klar, was auf dem eins­ti­gen Are­al der Scho­ko­la­den­fa­brik Hal­ba AG in Wal­li­sel­len ent­ste­hen soll. Die Ge­mein­de plant auf ei­nem Teil der Bra­che ei­nen Bi­ke­park, der noch in die­sem Jahr ge­baut wer­den soll. Die ehe­ma­li­gen Fa­b­rik­an­la­gen wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr ab­ge­ris­sen. An­fang 2020 such­te die Ge­mein­de mit der Be­sit­ze­rin des Grund­stücks, der Al­f­red Mül­ler AG, nach Ide­en für ei­ne tem­po­rä­re Nut­zung, weil die Im­mo­bi­li­en­fir­ma noch nicht mit ei­nem de­fi­ni­ti­ven Neu­bau­pro­jekt star­ten möch­te.

An­la­gen für Velo­fah­rer wie Bi­ke­parks und Pump­t­racks boo­men. Die Stadt Klo­ten hat erst die­se Wo­che ih­re mo­bi­le An­la­ge vor­ge­stellt – und vor­über­ge­hend wie­der ge­schlos­sen (sie­he Ar­ti­kel rechts). Schon letz­tes Jahr hat die Stadt Op­fi­kon re­agiert. Dort steht seit Au­gust 2019 beim Schul­haus Mett­len ein Pump­t­rack. Nun ist Wal­li­sel­len an der Rei­he.

Auf rund 1170 Qua­drat­me­tern der Bra­che an der al­ten Win­ter­thu­rer­stras­se, wo einst die Pro­duk­ti­ons­hal­len der Scho­ko­la­den­fa­brik Hal­ba AG stan­den, soll der Bi­ke­park ent­ste­hen. Die­ser ist al­ler­dings le­dig­lich als be­fris­te­te An­la­ge ge­dacht. Bis die Grund­ei­gen­tü­me­rin, die Fir­ma Al­f­red Mül­ler AG aus Baar, ih­re Plä­ne für die de­fi­ni­ti­ve Be­bau­ung des Grund­stücks er­ar­bei­tet hat, soll der Be­völ­ke­rung ein Teil der Flä­che zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den. Aus die­sem Grund hat die Ge­mein­de An­fang Jahr ei­nen Auf­ruf in der lo­ka­len Zei­tung «An­zei­ger von Wal­li­sel­len» ge­star­tet, um Ide­en für ei­ne tem­po­rä­re Nut­zung zu er­hal­ten. Als Ant­wort dar­auf sind über 50 Vor­schlä­ge ein­ge­gan­gen.

Ein Ver­ein steht hin­ter dem Pro­jekt

Die Idee für ei­nen Bi­ke­park oder all­ge­mein ei­ner An­la­ge für Velo­fah­rer sei von ei­ni­gen Sei­ten ein­ge­gan­gen, sagt Mar­cel Am­hof, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­auf­trag­ter von Wal­li­sel­len. «Un­ter an­de­rem auch von der IG Bi­ke­park Wal­li­sel­len.» Der Ver­ein, der im ver­gan­ge­nen No­vem­ber ge­grün­det wur­de, be­zweckt ge­mäss Sta­tu­ten die Pla­nung, die Er­stel­lung und den Un­ter­halt ei­nes Bi­ke­parks für al­le Ve­lo­be­geis­ter­ten in Wal­li­sel­len und der Um­ge­bung.

Wie die Plä­ne im Bau­ge­such zei­gen, soll der Park ei­ne so­ge­nann­te A­Li­nie mit grös­se­ren

Hin­der­nis­sen so­wie ei­nen Rund­kurs um die ge­sam­te An­la­ge um­fas­sen. Zu­dem ist ein Be­reich spe­zi­ell auf die Ge­schick­lich­keit der Bi­ker aus­ge­rich­tet. Dort sind ver­schie­de­ne Hin­der­nis­se wie Wip­pen, Ram­pen, Ki­cker, Drops oder ei­ner Gru­be vor­ge­se­hen. Auf dem Rest des rund 5000 Qua­drat­me­ter gros­sen Are­als ist ei­ne Blu­men­wie­se ge­plant.

Kos­ten von rund 5000 Fran­ken

Für die Hal­ba­Bra­che hat der Ver­ein ein Kon­zept be­züg­lich der Gestal­tung ein­ge­reicht. Die­ses sieht vor, dass die Ver­ant­wor­tung für den Be­trieb und den Un­ter­halt des Bi­ke­parks bei der Ab­tei­lung Tief­bau und Land­schaft der Ge­mein­de liegt. Der Ver­ein wird al­ler­dings den Be­trieb be­auf­sich­ti­gen und sich auch an der Er­stel­lung des Parks be­tei­li­gen. Zu­dem wird zwi­schen dem Ver­ein und der Ge­mein­de ei­ne schrift­li­che Ver­ein­ba­rung ge­trof­fen, in der die­se be­trieb­li­chen Aspek­te ge­nau ge­re­gelt wer­den. Die Be­triebs­zei­ten rich­ten sich zu­dem grund­sätz­lich nach der Po­li­zei­ver­ord­nung. Sie wer­den bei Be­darf zu­sätz­lich ein­ge­schränkt.

Die Kos­ten für die Er­stel­lung des Bi­ke­parks be­tra­gen rund 5000 Fran­ken, was dem Kos­ten­an­teil der Ge­mein­de ent­spricht. Der Ver­ein IG Bi­ke­park ist auf der Su­che nach pri­va­ten Spon­so­ren, die das Pro­jekt fi­nan­zi­ell un­ter­stüt­zen kön­nen.

We­gen der Co­ro­na­Kri­se und dem der­zei­ti­gen Ver­samm­lungs­ver­bot ist bis jetzt un­klar, wann der Bi­ke­park rea­li­siert wird. «Ei­nen Bi­ke­park zu er­stel­len, der dann nicht ge­nutzt wer­den darf, bringt nie­man­dem et­was», sagt Am­hof da­zu. In nor­ma­len Zei­ten wä­re je­doch ge­plant, dass der Bi­ke­park noch vor den Som­mer­fe­ri­en er­öff­net wer­den kann.

Fo­to: Alex­an­der Lan­ner

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