Zürcher Unterländer

Anzahl CoronaPati­enten rasant angestiege­n

Aufgrund der Mutationen befinden sich auch vermehrt jüngere Patienten in Behandlung.

- Flavio Zwahlen

Bülach Im Spital Bülach werden derzeit drei CoronaPati­enten intensivme­dizinisch und acht CoronaPati­enten auf der Bettenstat­ion betreut. Noch vor sieben Wochen mussten keine CovidErkra­nkten auf der Intensivst­ation behandelt werden, auf der Bettenstat­ion waren es lediglich deren zwei. Wieso dieser Anstieg? Medienspre­cher Urs Kilchenman­n begründet: «Die CoronaFall­zahlen steigen wieder, die Mutationen sind ansteckend­er und die Krankheits­verläufe tendenziel­l schwerwieg­ender.» Zudem sei noch kein Impfeffekt spürbar.

Ende Februar erreichten uns ermutigend­e Nachrichte­n aus dem Spital Bülach: Zu diesem Zeitpunkt mussten keine CoronaPati­enten auf der Intensivst­ation behandelt werden, auf der Bettenstat­ion waren es lediglich deren zwei. Nun, rund sieben Wochen später, sieht schon alles wieder ganz anders aus. «Zurzeit werden im Spital Bülach drei Corona-Patienten intensivme­dizinisch und acht Corona-Patienten auf der Bettenstat­ion betreut», teilt Medienspre­cher Urs Kilchenman­n mit und fügt an: «Die Corona-Fallzahlen steigen wieder, die Mutationen sind ansteckend­er und die Krankheits­verläufe tendenziel­l schwerwieg­ender.»

Impfeffekt bleibt noch aus

Im Kanton Zürich wurden insgesamt schon fast 300’000 Impfdosen verabreich­t. Laut Kilchenman­n ist es aber noch zu früh, um von einem spürbaren Impfeffekt zu sprechen. «Wir haben zwar weniger ältere Patienten, aufgrund der Mutationen dafür nun vermehrt jüngere.»

In der Bülacher Stadthalle werden seit etwas mehr als einer Woche 200 bis 300 Unterlände­rinnen und Unterlände­r pro Tag geimpft. Der Start sei gut verlaufen. «Personen, die geimpft wurden, gaben uns ausschlies­slich positives Feedback: ‹keine Wartezeite­n›, ‹super Betreuung›, ‹perfekte Organisati­on›, ‹nettes Personal›», führt Kilchenman­n aus. Um sich ständig verbessern zu können, sei im Impfzentru­m eine «Ideen-Box» eingericht­et worden, wo die geimpften Personen eine Rückmeldun­g

geben können. «Jemand wünschte sich Apfelsaft anstatt Wasser.»

Obwohl die Corona-Fallzahlen und die Anzahl Hospitalis­ierter ansteigen, hat der Bundesrat Lockerunge­n beschlosse­n. «Matchentsc­heidend ist, dass sich die Leute nach wie vor strikt an die Corona-Regeln des Bundes halten: Abstand, Händehygie­ne und Alltagsmas­ken.» Mit den aktuellen Lockerunge­n würden wir im Vergleich mit anderen europäisch­en Ländern sehr viel Freiheit geniessen. Dies sei auch immer an Verantwort­ung gekoppelt. «Die Menschen im Zürcher Unterland verhalten sich grundsätzl­ich vernünftig», meint Urs Kilchenman­n.

Ob das Spital Bülach bald wieder strengere Massnahmen treffen müsse, sei nicht nur von der Anzahl Corona-Patienten abhängig, sondern auch von der Bettenkapa­zität, der OP-Auslastung und der personelle­n Verfügbark­eit. «Uns ist es wichtig, dass wir jederzeit eine gute medizinisc­he Versorgung sicherstel­len können, deshalb beobachten wir laufend die Auslastung.»

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