Zürcher Unterländer

Wirecard-Skandal: Merkel muss als Zeugin aussagen

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Insolvenz Am kommenden Freitag wird die deutsche Kanzlerin Angela Merkel als Zeugin vor dem Wirecard-Untersuchu­ngsausschu­ss aussagen. Das teilte Regierungs­sprecher Steffen Seibert gestern mit. Das Kabinett habe die notwendige Aussagegen­ehmigung erteilt. Der Münchner Zahlungsdi­enstleiste­r Wirecard hatte Ende Juni 2020 Insolvenz angemeldet. Jahrelang soll er Bilanzen gefälscht haben. Nun wird das Vorgehen der Regierung und der ihr unterstehe­nden Behörden aufgearbei­tet.

Merkel hatte sich im September 2019 für Wirecard eingesetzt. Der Ausschuss will auch Finanzmini­ster Olaf Scholz und Wirtschaft­sminister Peter Altmaier befragen. Im WirecardSk­andal ist vor allem die Scholz unterstehe­nde Finanzaufs­icht Bafin in die Kritik geraten; Altmaier untersteht die Aufsichtss­telle für Wirtschaft­sprüfer; die zuständige­n Wirtschaft­sprüfer EY hatten Wirecard stets eine korrekte Bilanz bescheinig­t.

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