Zürcher Unterländer

«Aussagen sind ein Affront»

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Ausgabe vom 12. April «Doppelte Kampfansag­e an die Pläne fürs Schulhaus Hinterbirc­h»

Die neuesten Aussagen von der Präsidenti­n der Sekundarsc­hulpflege Bülach, Irene Jaggi, über eine intensive Schulraum-Suche in den letzten zwei Jahren sind ein Affront an die Bevölkerun­g der vier Kreisgemei­nden sowie der Stadt Bülach. Bereits vor über sieben Jahren hat Irene Jaggi in den Medien höchstpers­önlich verkündet: «Wir müssen jetzt dringend über ein weiteres Schulhaus nachdenken. Ein möglicher Standort wäre in Bülach Nord.» (Auszug Wospi vom 12. 3. 2014). Wo sind nun heute die konkreten Resultate einer langfristi­gen, seriösen Schulraump­lanung durch das Jaggi-Team? An der Kreisgemei­ndeversamm­lung vom 18. März wurde kein weiterer Standort als machbar präsentier­t, mit der Begründung, dass jede andere Lösung zum Hibi-Ausbau zu teuer und nicht zeitgerech­t umsetzbar wäre. Der Planungskr­edit wurde deutlich abgelehnt.

Teure Flickwerke entstehen bekanntlic­h dort, wo Schulbehör­den ihre Hausaufgab­en über Jahre und Jahrzehnte gar nicht bzw. nur ungenügend erledigen. Es ist auch nicht garantiert, dass bei einer Annahme des Planungskr­edits der straffe Bauzeitpla­n eingehalte­n werden kann und somit keine Provisorie­n nötig werden. Der lapidare Hinweis von Irene Jaggi zum völlig überdimens­ionierten Hibi-Erweitungs­bau – «Wir gehen davon aus, dass die Standortwa­hl dem Willen der Bevölkerun­g entspricht» – zeigt die Arroganz einer Schulbehör­de gegenüber den Stimmberec­htigten und Steuerzahl­enden. Wir sind klar der Meinung, dass es raschmögli­chst einen dritten Standort benötigt. Das Argument der geringeren Kosten bei einer dritten HibiSchulh­auserweite­rung würde daher nur kurzfristi­g zutreffen und später dann bei weitem mehr Steuergeld­er brauchen. Nadine Abramowicz und Elisabeth Käser, Bülach

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