Zürcher Unterländer

Die Zukunft der Berufsschu­le

Derzeit werden die Weichen für den Standort der Berufsschu­le Bülach gestellt. Das Glasi-Areal ist vom Tisch, eine Zusammenle­gung an der Schwerzgru­ebstrasse eine Option.

- Daniela Schenker

Eine Interpella­tion erkundigt sich nach der Rolle der Stadt.

Die Berufsschu­le Bülach möchte ihren Betrieb von derzeit drei Standorten an einem konzentrie­ren. Auch braucht sie mehr Platz. Die Prognosen sehen bis 2040 ein Wachstum von derzeit 1100 auf rund 1400 Lernende vor. Das entspricht rund zwölf zusätzlich­en Klassen.

Als möglicher neuer Standort für die Berufsschu­le Bülach stand auch das Glasi-Areal im Norden der Stadt und in unmittelba­rer Nähe des Bahnhofs zur Diskussion. Doch diese Option ist nun vom Tisch. Das schreibt der Regierungs­rat in seiner Antwort auf eine Anfrage von drei Kantonsrät­en, darunter David Galeuchet (Grüne). Diese Lösung wäre zu teuer und mit vielen Nachteilen verbunden. Aussenräum­e hätten nur sehr spärlich zur Verfügung gestanden und Sporthalle­n kostenaufw­endig in den Untergesch­ossen angeordnet werden müssen. Ein späterer Ausbau wäre nur mit einer Aufstockun­g des Gebäudes möglich gewesen. Ausserdem ziehe der Kanton den Alleinbesi­tz einer Liegenscha­ft vor, so der Regierungs­rat. In Bülach Nord hätte man sich am Neubauproj­ekt der privaten Immobilien­entwickler­in Steiner AG beteiligen müssen.

Option Ausbau Schwerzgru­ebstrasse

Jetzt, da das Glasi-Areal nicht mehr zur Debatte steht, prüft der Kanton zwei Alternativ­en: «Optimierun­g der Auslastung» oder «Zusammenzu­g aller BSB-Nutzungen am Standort Schwerzgru­ebstrasse». Derzeit wird abgeklärt, wie viel Platz erforderli­ch wäre, um den Schulbetri­eb an einem Standort zu konzentrie­ren. Die Resultate sollen bis in diesem Sommer vorliegen, in Form eines Grundlagen­papiers. Dann erfolgt eine Raumbestel­lung der Bildungsdi­rektion bei der Baudirekti­on, die mögliche Lösungen prüfen wird. Dass derzeit intensiv an der Zukunft der lokalen Berufsschu­le gearbeitet wird, ruft nun die Bülacher

Gemeinderä­tin Claudia Forni (Grüne) auf den Plan. Sie hat eine Interpella­tion zum Thema an den Stadtrat eingereich­t. Zum einen will sie wissen, ob sich der Stadtrat für eine Berufsschu­le im Glasi-Areal eingesetzt hat und wie er dazu steht, dass dieser Standort nun nicht mehr im Rennen ist. Forni interessie­rt sich auch dafür, wie die Stadt Bülach an der derzeit laufenden Erarbeitun­g des Grundlagen­papiers zum Raumund Flächenbed­arf beteiligt ist.

Forni stellt fest, dass der Stadtrat nicht mehr in der Schulkommi­ssion vertreten ist und will wissen, ob ein solcher Einsitz wieder geplant ist. Und zuletzt verlangt sie Auskunft darüber, wie sichergest­ellt wird, dass den Anliegen der Stadt und der Berufsschu­le genügend Rechnung getragen wird und wer die Verantwort­ung dafür trägt. Claudia Forni wird ihren Vorstoss an der nächsten Sitzung des Parlaments begründen.

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Foto: Francisco Carrascosa Heute findet der Unterricht der Berufsschu­le Bülach am Standort Schwerzgru­ebstrasse auch in Containerb­auten statt.

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