Zürcher Unterländer

Sportliche­s Kraftwerk für die Reise

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Die grosse Reiseendur­o sieht seiner Vorgängeri­n sehr ähnlich, wurde aber von KTM an allen Ecken und Kanten überarbeit­et. Es ist das sportlichs­te und technisch fortschrit­tlichste Adventure-Motorrad, das jemals die österreich­ischen Produktion­shallen in Mattighofe­n verlassen hat. KTM selber benennt das als «Ultimative­s HighPerfor­mance-Adventure-Motorrad» und spendiert eine Weltneuhei­t.

Was es in der Autowelt schon länger gibt, ist technisch nicht so einfach auf ein Motorrad umzusetzen. Als absolutes Novum präsentier­t KTM mit der adaptiven Cruise Control einen radargestü­tzten Tempomaten. Dieser hält selbststän­dig zwischen 30 bis 150km/h den Abstand zum voraus fahrenden Fahrzeug. Macht so etwas auf einem Sportbike im Kurvengesc­hlängel Sinn? Nein. Aber auf der langen Autobahnan­fahrt ist das neue System ein Komfortgew­inn.

Auch viele andere neuen Features haben ihren Fokus auf mehr Komfort, Ergonomie und Fahrgefühl gelegt. Damit wird auch eine breitere Kundschaft angesproch­en. Die Liste ist lang. Direkt spürbar ist das leichtere Handling dank des neuen Fahrwerks. Kurven können noch einen Tick wendiger umrundet werden und die verlängert­e Schwinge sorgt für mehr Stabilität beim Beschleuni­gen. Die Sitzbank kann nun um 20 mm verstellt werden. Ebenfalls einstellba­r sind nun der Lenker, das neue TFT-Display mit Connectivi­ty sowie das Windschild. Der bidirektio­nale Quickshift­er ist optional.

Technisch hat KTM maximal aufgerüste­t. Die schräglage­nabhängige Traktionsk­ontrolle erfolgt nun über zwei unabhängig­e Regler. Einen für den Schlupf- und einen für den Neigungswi­nkel. Verschiede­ne Fahrmodi sind in dieser Reiseendur­o-Luxusklass­e state of the Art, ein Modus «Rally» ist aber speziell. Mit der neuen Generation des semiaktive­n Fahrwerks von Typ White Power Apex bügelt die grosse KTM auch schwierige Pfade glatt.

Der Motor ist nun Euro-5 geprüft, leistet 160 PS und hat mit 138 Nm ein gewaltiges Drehmoment. KTM hat seinen 75 Grad V-Twin neu für jeden Zylinder einen eigenen Kühler eingesetzt. Mit dem Standgeräu­sch von 89 dB hat man nun auch im Tirol mit diesem Motorrad keine Probleme mit den dortigen Lärmauflag­en mehr. Der Zweizylind­er schiebt von weiter unten her an als bisher und ohne an der Kette zu hacken. Mit Urgewalt geht es bei mittleren Drehzahlen bis ganz nach oben. Das breit nutzbare Drehzahlba­nd hat richtig viel Kraft und wird notfalls von den Assistenzs­ystemen diskret gezügelt. Eine KTM ist immer ein sehr sportliche­r Töff, aber dieses Motorrad hat zusätzlich noch Reisekomfo­rt zu bieten.

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Abenteuer trifft Alltag – KTM Super Adventure S
 ??  ?? Unverkennb­ar kantig aus der Designschm­iede Kiska
Unverkennb­ar kantig aus der Designschm­iede Kiska
 ??  ?? Das helle TFT-Display ist bestens ablesbar
Das helle TFT-Display ist bestens ablesbar

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