Tri­bü­ne kann nun be­nutzt wer­den

Elf Fas­nachts­grup­pie­run­gen ha­ben ein Fas­nachts­ko­mi­tee ge­grün­det. Bei die­ser Da­ch­or­ga­ni­sa­ti­on sol­len die Fä­den für die fünf­te Jah­res­zeit zu­sam­men­lau­fen.

Zürichsee-Zeitung (Meilen) - - Vorderseit­e - Do­ro­thea Uckel­mann

Das Bau­amt der Ge­mein­de Thal­wil hat die neue Zu­schau­er­tri­bü­ne des FC Thal­wil frei­ge­ge­ben, wie der Fuss­ball­club mit­teilt. Die Stahl­rohr­kon­struk­ti­on mit 480 ge­deck­ten Sitz­plät­zen kann so­mit ab so­fort be­nutzt wer­den. Ein­ge­weiht wird sie heu­te Nach­mit­tag beim letz­ten Spiel der ers­ten Mann­schaft vor der Win­ter­pau­se. Mit der Frei­ga­be geht ein über zwei­mo­na­ti­ges Ka­pi­tel zu En­de. Denn schon im Au­gust hät­te der FC die Tri­bü­ne an sei­nem Haupt­spiel­feld erst­mals be­nut­zen wol­len. Das Pro­blem: Die Kon­struk­ti­on wies laut Ge­mein­de Män­gel auf. Dass sie nun de­fi­ni­tiv be­wil­ligt wur­de, hat mit Ge­mein­de­rat Andreas Fe­de­rer (CVP) zu tun. Die­ser hat mit sei­nem Bau­in­ge­nieur­bü­ro den FC kos­ten­los un­ter­stützt, die von der Ge­mein­de ge­for­der­ten Auf­la­gen zu er­fül­len. (ham)

Wenn je­der sein ei­ge­nes Süpp­chen kocht, wer­den oft vie­le Res­sour­cen ver­braucht. In der Horg­ner Fas­nachts­sze­ne wol­len die Vereine nun zu­sam­men­span­nen, um so ge­mein­sam die Ko­or­di­na­ti­on der Horg­ner Fas­nachts­ver­an­stal­tun­gen bes­ser an­ge­hen zu kön­nen. Zu die­sem Zweck ha­ben sich Ver­tre­ter von al­len elf Fas­nachts­ver­ei­nen ge­trof­fen und das Horg­ner Fas­nachts­ko­mi­tee ge­grün­det.

Das Horg­ner Fas­nachts­ko­mi­tee ver­steht sich als Bin­de­glied zwi­schen den Fas­nachts­ver­ei­nen und den Ge­mein­de­be­hör­den so­wie den Schu­len und Orts­ver­ei­nen. «So kön­nen die Fas­nachts­ver­ei­ne un­ter­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren, und gleich­zei­tig dient das Ko­mi­tee als Sprach­rohr nach aussen», sagt Da­ni Zu­ber, Mit­in­iti­ant des Horg­ner Fas­nachts­ko­mi­tees und Prä­si­dent der Nar­ren­prin­zen. Ziel sei es, die Horg­ner Fas­nachts­ver­an­stal­tun­gen zu ko­or­di­nie­ren und aus­zu­bau­en. Gleich­zei­tig blei­be je­der Fas­nachts­ver­ein nach wie vor au­to­nom und be­stim­me sei­ne Ak­ti­vi­tä­ten selbst. Ak­tiv in Kraft tritt das Ko­mi­tee für die Fas­nacht 2021.

In­for­ma­ti­ons­fluss bün­deln

«Die Idee des Ko­mi­tees ist, dass nicht je­der Ver­ein al­les al­lei­ne ma­chen muss, wie zum Bei­spiel Be­wil­li­gun­gen ein­ho­len oder mit den Schu­len und den Orts­ver­ei­nen zu­sam­men­ar­bei­ten», sagt Da­ni Zu­ber. Nach­wuchs sei wich­tig, und das Ko­mi­tee hofft, mit ei­nem ge­bün­del­ten In­for­ma­ti­ons­fluss zum Bei­spiel in den

Schu­len Wer­bung für die Fas­nacht zu ma­chen und wie­der mehr Kin­der – auch aus an­de­ren Kul­tu­ren – für die Fas­nacht zu be­geis­tern. Ausserdem sieht das Ko­mi­tee das Ein­set­zen von wei­te­ren Gre­mi­en für be­stimm­te Ak­ti­vi­tä­ten, wie zum Bei­spiel die

Or­ga­ni­sa­ti­on von Ju­bi­lä­en oder neu­en Ver­an­stal­tun­gen, als sei­ne Auf­ga­be. An­fal­len­de Kos­ten wer­den un­ter den­je­ni­gen Grup­pie­run­gen und Ver­ei­nen pa­ri­tä­tisch auf­ge­teilt, wel­che die kos­ten­ver­ur­sa­chen­den Mass­nah­men be­an­spru­chen.

Im­mer we­ni­ger Be­su­cher ka­men in den letz­ten Jah­ren an die Horg­ner Fas­nacht, und vie­le Wir­te de­ko­rier­ten ih­re Bei­zen nicht mehr. Selbst der einst be­lieb­te Ku­di­ball wur­de man­gels Teil­neh­mer­zahl auf­ge­ge­ben. Die­sem Trend woll­ten Da­ni Zu­ber von den Nar­ren­prin­zen, Wä­di Eg­loff von der Grup­pe Glüeh­würm und Marc Frit­schi von den Schö­negg­lern nicht län­ger zu­schau­en und ka­men auf die Idee, das Ko­mi­tee zu grün­den. Die drei spra­chen auch bei der Ge­mein­de vor und setz­ten sich nach ei­nem de­mo­kra­ti­schen Mehr­heits­ent­scheid al­ler Fas­nachts­ver­ei­ne für ei­ne Ver­schie­bung der Fas­nacht ab 2021 auf ein fi­xes Wo­che­n­en­de ein. Sie er­reich­ten schliess­lich in Ab­spra­che mit den an­de­ren Ver­ei­nen, dass der Fas­nachts­mon­tag ab 2021 im­mer in der Ka­len­der­wo­che 6, am Mon­tag vor den Sport­fe­ri­en, statt­fin­det.

Hel­fen­de Hän­de für Um­zug

Nicht ein­ver­stan­den zeig­ten sich mit dem neu­en Da­tum die Neu­dörf­ler. Sie sa­hen da­mit fi­nan­zi­el­le und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Schwie­rig­kei­ten für die Durch­füh­rung des Fas­nachts­um­zugs auf sich zu­kom­men und kün­dig­ten ih­ren Rück­zug als Um­zugs­or­ga­ni­sa­to­ren

an. Das letz­te Wort ist da­zu je­doch noch nicht ge­spro­chen, denn das neu ge­grün­de­te Ko­mi­tee möch­te den Neu­dörf­lern bei der Or­ga­ni­sa­ti­on un­ter die Ar­me grei­fen. «Die Auf­ga­ben könn­ten bes­ser ver­teilt wer­den», sagt Ta­ja­na Bess­ling, Ak­tua­rin der Neu­dörf­ler. Noch sei die Si­tua­ti­on so kurz nach der Grün­dung des Ko­mi­tees zu un­ge­wiss, um de­fi­ni­tiv zu sa­gen, ob und in wel­cher Form sich die Neu­dörf­ler an der Durch­füh­rung des Um­zugs be­tei­li­gen wer­den.

Eins steht al­ler­dings fest. Die Fas­nacht 2020 fin­det wie ge­habt statt, und auch der Um­zug wird wie eh und je am 1. März be­glei­tet von Gug­gen­mu­sik, auf­wen­dig de­ko­rier­ten Wa­gen und viel Kon­fet­ti durchs Dorf zie­hen.

Archivfoto: An­dré Sprin­ger

Die Horg­ner Fas­nächt­ler wol­len ih­re Kräf­te bün­deln, um die ein­zel­nen An­läs­se – hier der Um­zug – ef­fi­zi­en­ter zu or­ga­ni­sie­ren und wie­der at­trak­ti­ver zu ma­chen.

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