Toll­wut­angst in Bang­kok

Wochen Blitz - - Thailand Nachrichten -

Mit­ar­bei­ter der Ge­sund­heits­be­hör­den ver­su­chen den Aus­bruch von Toll­wut in Bang­kok ein­zu­däm­men, nach­dem ei­ne Fa­mi­lie von ei­nem in­fi­zier­ten Kar­ni­ckel ge­bis­sen wor­den wa­ren.

Vi­ze-Gou­ver­neur Ma­linee Suk­vej­vor­a­kij teil­te mit, die Fa­mi­li­en­mit­glie­der sei­en al­le ge­gen Toll­wut ge­impft wor­den, nach­dem das Kar­ni­ckel ver­starb und ei­ne Un­ter­su­chung er­gab, dass es an Toll­wut er­krankt war.

Zur­zeit wird nach der Qu­el­le des Er­re­gers ge­sucht, da­mit die zu­stän­di­gen Be­hör­den ein Um­sich­grei­fen der Toll­wut ver­hin­dern kön­nen. Mit­ar­bei­ter wer­den ver­mut­lich auch zum Wo­che­n­end­markt Cha­tuchak fah­ren, denn dort hat­te die Fa­mi­lie das Ka­nin­chen ge­kauft.

Der Auf­wand, den die Be­hör­den be­trei­ben, ist groß: Rund 120 Mit­ar­bei­ter sind in der Nach­bar­schaft der Fa­mi­lie un­ter­wegs und un­ter­su­chen Tie­re auf mög­li­che Toll­wut­sym­pto­me. Pro­phy­lak­tisch wer­den die­se Tie­re im Um­kreis von fünf Ki­lo­me­tern ge­gen Toll­wut ge­impft, hier han­delt es sich um das Ge­biet Therd­thai Road im Be­zirk Chom Thong.

„Das ist ein sel­te­ner Fall“, er­klär­te Ma­linee. „Die Chan­cen, dass ein Ka­nin­chen mit Toll­wut in­fi­ziert wird, ste­hen bei nur 5%. Über 90% der in­fi­zier­ten Tie­re sind Hun­de und Kat­zen.“Ma­linee füg­te hin­zu, dass er noch nie ge­hört ha­be, dass in Thai­land ein Ka­nin­chen mit Toll­wut in­fi­ziert war .

erDDi­rek­tor ei­nes Ge­sund­heits­zen­trums er­klär­te, was pas­siert war: Ein 42-Jäh­ri­ger such­te das Zen­trum am 3. Au­gust auf und er­zähl­te, dass er und sei­ne Fa­mi­lie von ei­nem toll­wü­ti­gen Ka­nin­chen ge­bis­sen wur­den.

Das in­zwi­schen to­te Kar­ni­ckel mit dem Na­men „Po­ko“war ei­nes von zwei Ka­nin­chen, das die Fa­mi­lie En­de des letz­ten Jah­res auf dem Wo­che­n­end­markt Cha­tuchak ge­kauft hat­te.

Das zwei­te Ka­nin­chen, ein Weib­chen, starb an Durch­fall, wor­auf­hin die Fa­mi­lie sich ein neu­es Kar­ni­ckel an­schaff­te. Po­ko ent­wi­ckel­te kurz dar­auf merk­wür­di­ge Ver­hal­tens­mus­ter. Das Ka­nin­chen be­gann Mit­te Ju­ni, die Fü­ße von Fa­mi­li­en­mit­glie­dern zu bei­ßen und muss­te schließ­lich stän­dig in ei­nem Kä­fig ge­hal­ten wer­den. Auch beim Füt­tern biss das Ka­nin­chen zu, der Sohn blu­te­te an den Fin­gern. Po­ko starb am 28. Ju­li, ei­nen Tag spä­ter das neu er­wor­be­ne Ka­nin­chen.

Die Fa­mi­lie ver­mu­te­te Toll­wut als To­des­ur­sa­che und ließ Po­ko un­ter­su­chen. Der Be­fund war po­si­tiv.

Die Fa­mi­lie be­gab sich dar­auf­hin un­ver­züg­lich ins Kran­ken­haus, um sich imp­fen zu las­sen in der Hoff­nung, dass dies noch recht­zei­tig er­folgt ist.

Newspapers in German

Newspapers from Thailand

© PressReader. All rights reserved.