Ro­land auf der Rou­te 66

Wochen Blitz - - Kolumne -

Wir hat­ten wie­der­holt von den Fahr­ten von Ro­land Schle­gel, zu­erst mir dem Mo­tor­rad von der Schweiz nach Thai­land, dann in die um­lie­gen­den Nach­bar­län­der und schließ­lich nach Aus­tra­li­en be­rich­tet. Jetzt durf­ten wir bei sei­ner Fahrt auf der le­gen­dä­ren Rou­te 66, die quer durch die USA führt, da­bei sein. Sein Rei­se­part­ner war dies­mal sein Va­ter, der hier­für ex­tra aus der Schweiz an­reis­te. Nach sei­ner An­kunft er­kun­de­ten die bei­den zu­erst Los An­ge­les. Da­bei be­such­ten sie Be­ver­ly Hills, Ve­nice %HDFK, 6DnWD 0RnLFD 3LHU PLW GHP RI­fi­zi­el­len En­de der Rou­te 66 (wo je­doch ihr Start­punkt sein soll­te) so­wie Los An­ge­les Down­town. Nach zwei Ta­gen in LA ging es dann zu der Mo­tor­rad­ver­mie­tung wo zwei Har­ley Da­vid­son Road Kings in Emp­fang ge­nom­men wur­den. Nach dem Pa­cken ging es los, raus aus Los An­ge­les und in Rich­tung Os­ten. Doch schon nach drei St­un­den Fahrt sa­hen sie ei­nen hef­ti­gen Sturm auf sich zu­kom­men und muss­ten erst ein­mal in ei­nem 0RWHO Zuf­luFKW su­chen. Am nächs­ten Tag fuh­ren sie wei­ter in Rich­tung Las Ve­gas. Ob­wohl Las 9HJDV nLFKW DuI GHU RI­fi­zLHOOHn 5RuWH 66 liegt, woll­ten sie ei­nen Ab­ste­cher für drei Ta­ge in die Spie­ler­stadt in Ne­va­da ma­chen. Der Sturm schien sie je­doch zu ver­fol­gen und 50 km vor Las Ve­gas zog sich der Him­mel auf al­len Sei­ten zu und es be­gann wie aus Kü­beln zu reg­nen. Bei der An­kunft am Strip, der be­rühm­ten Haupt­stras­se in Ve­gas stand das Was­ser be­reits 30 cm hoch in den Stra­ßen und bei je­dem Halt füll­ten sich die Stie­fel mit Was­ser. In Ve­gas be­such­ten bei­de dann be­rühm­te Ho­tels wie das Ve­ne­tia (Nach­bau von Ve­ne­dig), das Bel­lagio (Su­per Spring­brun­nen­show mit Mu­sik), das Ho­tel Pa­ris mit Ei­fel­turm und na­tür­lich zahl­rei­che Ca­si­nos. Da Ve­gas mit all den Lich­tern vor al­lem in der Nacht in­ter­es­sant ist, un­ter­nahPHn VLH HLnHn AuVfluJ Dn GHn HRRvHU DDP wäh­rend des Ta­ges. Hier be­zieht Las Ve­gas sei­nen gan­zen Strom und das Val­ley of Fi­re Sta­te Park zeigt sich mit fan­tas­ti­schen Stra­ßen und Fel­sen in ver­schie­de­nen Farb­kom­bi­na­tio­nen von sei­ner bes­ten Sei­te. Die Tem­pe­ra­tu­ren stie­gen da­bei auf 40 Grad Cel­si­us. Nach die­sem Ab­ste­cher ging es dann wie­der süd­lich zu­rück auf die Rou­te 66 und in den Bun­des­staat Ari­zo­na. Ent­lang der Rou­te 66 konn­te man ver­schie­de­ne Ge­bäu­de, Tank­stel­len oder gan­ze Städ­te (dar­un­ter auch Geis­ter­städ­te) aus ver­gan­ge­nen Zei­ten be­wun­dern. Das High­light von Ari­zo­na war je­doch ein wei­te­rer Ab­ste­cher weg von der Rou­te 66 zum Grand Can­yon.

Chi­ca­go Der nächs­te Staat, Neu Me­xi­ko macht sei­nem Na­men all Eh­re, denn die Stadt San­ta Fee sieht auf den ers­ten Blick sehr me­xi­ka­nisch aus. Au­ßer den Ge­bäu­den, die sehr me­xi­ka­nisch mex i k a n i s c h aus­se­hen und den Sou­ve­nirs, die auch viel an den wil­den Wes­ten, an In­dia­ner und an Cow­boys er­in­nern, ist die Stadt hin­ter den Ku­lis­sen dann doch sehr ame­ri­ka­nisch. Die nächs­ten Staa­ten er­in­nern haupt­sa­ech­lich an

Las Ve­gas und Val­ley of Fi­re Sta­te Park Wüs­te und sind karg, bie­ten aber trotz­dem sehr schoene Land­schaf­ten und sind ab­wechs­lungs­reich. Erst in Te­xas wird das gan­ze wie­der ein biss­chen grü­ner und man sieht rie­si­ge Far­men mit Fel­dern und Kuh­her­den mit hun­der­ten, wenn nicht tau­send- en von Tie­ren. Beim Be­such ei­nes Steak­hau­ses, hät­te man ein 2 kg Steaks gra­tis es­sen kön­nen, so­lan­ge man da­für we­ni­ger als ei­ne St­un­de braucht. Der Re­kord liegt bei 8:52 Mi­nu­ten, die bei­den ha­ben dies dann je­doch bes­ser ge­las­sen. Die wei­te­ren Staa­ten Okla­ho­ma, Mis­sou­ri, Kan­sas und Il­li­nois wa­ren land­schaft­lich eher lang­wei­lig, trotz­dem konn­ten vie­le kul­tu­rel­le Über­bleib­sel ent­lang der

Gate­way Arch St. Lou­is Stra­ße ge­sich­tet wer­den. Nach zwei­ein­halb Wo­chen hat­ten sie dann ei­ne Stre­cke von 5000 km von Los An­ge­les nach Chi­ca­go zu­UüFNJHOHJW. DLH RI­fi­zLHOOH 5RuWH 66 KDW zwar nur knapp 4000 km, aber mit den ver­schie­de­nen Ab­ste­chern ka­men dann doch die 5000 km zu­sam­men. Mit die­ser Rei­se ist ein lang­er­sehn­ter Traum von Ro­lands Va­ter in Er­fül­lung ge­gan­gen. Wir wer­den Ro­land noch ein­mal auf sei­ner letz­ten kur­zen Etap­pe in Eu­ro­pa zu­rück in die Schweiz be­glei­ten. Ein Wort zur Har­ley: In der Schweiz mit den vie­len Ber­gen und Päs­sen be­vor­zugt Ro­land zu 100% sei­ne BMWBMW, weil sie ein­fach hand­li­cher­hand­li­cher, leich­ter zu fah­ren ist und sta­bi­ler in den Kur­ven liegt. Für die Rou­te 66 ist je­doch die Har­ley das rich­ti­ge Mo­tor­rad, man kann crui­sen und mit T-Shirt und of­fe­nem Helm kommt so rich­tig das Ea­sy Ri­der Frei­heits­ge­fühl auf. In den meis­ten durch­quer­ten Staa­ten durf­te man so­gar oh­ne Helm fah­ren, wo­bei Ro­land und sein Va­ter die Si­cher­heit der Frei­heit vor­ge­zo­gen ha­ben und den Helm im­mer auf hat­ten.

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